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Döllner und Audi: Drastischer Rückgang der Gewinne sorgt für Unruhe

In den ersten drei Quartalen des aktuellen Jahres meldete Audi einen Gewinn von 1,22 Milliarden Euro sowie einen Umsatz von 42 Milliarden Euro, was ebenfalls eine signifikante Verschlechterung darstellt.

Absatz von Audi bricht deutlich ein
Bildquelle: Jean-Philippe Delberghe auf Unsplash

Im dritten Quartal 2026 hat Audi, der Automobilhersteller aus dem Volkswagen-Konzern, einen drastischen Rückgang seines Gewinns erlebt. Nach Abzug der Steuern verzeichnete die VW-Tochter lediglich 95 Millionen Euro, was einem alarmierenden Rückgang von 87 Prozent im Vergleich zu 718 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum entspricht. Diese Entwicklung bringt Audi finanziell in eine prekäre Lage, die vor allem durch den Marktrückgang in China verursacht wird.

In den ersten drei Quartalen des aktuellen Jahres meldete Audi einen Gewinn von 1,22 Milliarden Euro sowie einen Umsatz von 42 Milliarden Euro, was ebenfalls eine signifikante Verschlechterung darstellt. Aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse im dritten Quartal sieht sich die Unternehmensführung gezwungen, die Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach unten zu korrigieren. Dennoch äußerte Finanzchef Jürgen Rittersberger die Hoffnung, dass das vierte Quartal eine positive Wende bringen könnte.

Die Herausforderungen, mit denen Audi konfrontiert ist, sind vielschichtig. Neben dem Rückgang des Marktes in China, speziell im Bereich der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, belasten auch der wachsende Wettbewerbsdruck und die Herausforderungen, die chinesische Hersteller auf dem europäischen Markt mit sich bringen. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, wie die angespannten Verhältnisse im Nahen Osten, sowie steigende Energiekosten. Zudem hat Audi kein eigenes Werk in den USA, was die Lage weiter kompliziert. Im Vergleich dazu konnte Konkurrent Mercedes im gleichen Zeitraum einen Gewinn von 1,52 Milliarden Euro erwirtschaften.

Rittersberger betonte, dass die aktuellen Kennzahlen dringend Handlungsbedarf signalisieren. Insbesondere im dritten Quartal habe sich das wirtschaftliche Umfeld weiter verschärft. Audi hat Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Reduzierung der Komplexität und zur Wahrung der Kostendisziplin beschlossen, konkrete Schritte für die deutschen Standorte wurden jedoch bislang nicht detailliert ausgeführt. Eine im Vorjahr geschlossene Zukunftsvereinbarung sieht bereits den Abbau von Tausenden von Arbeitsplätzen in Deutschland vor.

Derzeit wird auch über zusätzliche Einsparungen diskutiert, wobei das Schicksal des Werks in Neckarsulm auf der Kippe steht. Audi hat angekündigt, die sogenannte Schlechtwetterklausel zu aktivieren, die Verhandlungen über Sparmaßnahmen bei signifikanten wirtschaftlichen Rückschlägen vorsieht.

Ein weiterer Faktor, der die Situation von Audi zusätzlich belastet, ist der Auftritt von Konzernchef Gernot Döllner zusammen mit US-Präsident Donald Trump. Dieser fand im Rahmen von Verhandlungen über den Bau eines neuen Werks im US-Bundesstaat Georgia statt. Döllner wurde von Trump während einer Wahlkampfveranstaltung vorgestellt, was auf erhebliche Kritik stieß. Kritiker werfen ihm vor, gegen interne Unternehmensrichtlinien verstoßen zu haben, die solche Auftritte untersagen.

In seiner Verteidigung erklärte Döllner, dass es im Unternehmensinteresse liege, die Pläne für das neue Werk gemeinsam mit dem Präsidenten öffentlich zu präsentieren. Er betonte, eine solche Einladung könne man nicht ablehnen, da dies dem Respekt vor dem Amt geschuldet sei. Finanzchef Rittersberger gab zwar keine konkreten Details zu den Bedingungen des geplanten Werks preis, deutete jedoch an, dass die Entscheidung für Georgia auf verschiedenen Faktoren beruhe, darunter die Infrastruktur und die Verfügbarkeit von Arbeitskräften.

Die Entwicklungen rund um Döllners Auftritt sowie die wirtschaftliche Lage von Audi werden voraussichtlich auch Thema in der außerordentlichen Sitzung des Audi-Aufsichtsrats sein, die für heute anberaumt ist.


Quellen: n-tv, Handelsblatt

Bildquelle: Bildquelle: Jean-Philippe Delberghe auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS