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E-Krankmeldungen: Zahl der Bescheinigungen wurde übertroffen

In diesem Jahr wurden Krankmeldungen erstmals verpflichtend elektronisch erfasst. Das Verfahren habe sich etabliert, heißt es vom Kassen-Spitzenverband. Es wurden mehr Krankmeldungen abgerufen, als erwartet.

Die meisten E-Krankmeldungen wurden im November mit 9,1 Millionen abgerufen. (Symbolbild)
Foto: Philip Dulian/dpa

Gemäß den gesetzlichen Krankenkassen hat sich im Jahr 2023 das Verfahren mit verpflichtenden elektronischen Krankmeldungen für den Job etabliert. Der Kassen-Spitzenverband in Berlin teilte mit, dass Arbeitgeber im ersten Jahr des Regelbetriebs knapp 82 Millionen E-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für ihre Beschäftigten abriefen.

Im Durchschnitt wurden pro Monat von Januar bis November 6,8 Millionen E-Krankmeldungen abgerufen. Die meisten E-Krankmeldungen wurden im November mit 9,1 Millionen abgerufen.

Zahl der Krankmeldungen wurde übertroffen

Der Verband erklärte, dass das elektronische Verfahren Krankmeldungen nun vollständiger erfasst als zuvor und somit einen realistischeren Blick auf den Krankenstand ermöglicht. Bisher ging man allgemein von 70 Millionen bis 80 Millionen Bescheinigungen pro Jahr aus. Diese Zahl wurde bereits im ersten Jahr des E-Verfahrens übertroffen. Die Gesamtsumme für 2023 dient nun als Ausgangspunkt für genauere Vergleiche und Auswertungen in den kommenden Jahren.

Verbandschefin Doris Pfeiffer sagte, die E-Krankmeldung funktioniere. «Dass sich die Anwendung flächendeckend etabliert hat, ist ein großer Schritt für die Digitalisierung des Gesundheitswesens.» Das Verfahren sieht vor, dass Ärztinnen und Ärzte Krankmeldungen auch direkt an die Kassen der Patienten senden – monatlich waren es den Angaben zufolge im Schnitt 9,5 Millionen. Dass Praxen mehr Bescheinigungen ausstellen als Arbeitgeber abrufen, könne verschiedene Gründe haben, hieß es vom Kassenverband. Zu vermuten sei, dass einige Unternehmen noch immer eine Krankmeldung auf Papier verlangten.

dpa