Der Handelsverband Deutschland erwartet für die nächsten Jahre eine leichte Erholung, aber auch weiterhin hohe Preise und eine getrübte Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern.
HDE prognostiziert moderate Umsatzsteigerung für den Einzelhandel in Deutschland bis 2024

Laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) werden die Umsätze im Jahr 2024 voraussichtlich nur geringfügig besser sein als im Vorjahr. Diese Information wurde vom Verband in Berlin bekannt gegeben.
Laut dem HDE wird für dieses Jahr ein Gesamtumsatz von 671,8 Milliarden Euro prognostiziert. Obwohl dies nominell einem Umsatzplus von 3,5 Prozent im Vergleich zu 2022 entspräche, würde dies real, also preisbereinigt, lediglich einem Plus von einem Prozent entsprechen.
«Das laufende Jahr wird für den Einzelhandel aller Wahrscheinlichkeit nach besser als das vergangene. Auch wenn die Kaufkraftverluste der letzten beiden Jahre nicht ausgeglichen werden können, ist das zumindest eine positive Signalwirkung für die Branche», sagte HDE-Präsident Alexander von Preen.
Konsum wird voraussichtlich nur moderat wachsen
Laut dem Handelsverband wird es 2024 zwar eine leichte Erholung in der gesamten Wirtschaft geben, jedoch wird auch das Preisniveau weiterhin hoch bleiben. Daher wird der Konsum voraussichtlich nur moderat zunehmen. Die Gründe dafür liegen in einer gedämpften Stimmung und Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern sowie einer fortgesetzt hohen Sparquote.
Eine Umfrage des HDE unter 850 Handelsunternehmen in Deutschland zeigt wenig Optimismus: 33 Prozent bewerten ihre Geschäftslage als schlecht, 50 Prozent als befriedigend und nur 16 Prozent als gut. Die Hälfte der Händler erwartet für 2024 einen Rückgang der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr, während nur jeder Fünfte an eine Verbesserung der Umsätze glaubt.
Der Einzelhandel in Deutschland hatte ein enttäuschendes Jahr. Laut dem Statistischen Bundesamt verzeichneten die Unternehmen nominal ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber 2022. Bereinigt um Preissteigerungen hatten sie jedoch real 3,3 Prozent weniger Einnahmen als im Vorjahr. Auch das Weihnachtsgeschäft war enttäuschend, mit einem realen Umsatzrückgang von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.








