Die EU-Staaten haben beschlossen, bis 2050 den gesamten Gebäudebestand ohne umweltschädliche Emissionen zu gestalten und den Energieverbrauch zu reduzieren.
Neues EU-Gesetz für emissionsfreie Gebäude bis 2030

Die EU-Staaten haben endgültig grünes Licht für ein neues EU-Gesetz gegeben, wonach bis 2030 alle neu errichteten Gebäude in der EU emissionsfrei sein müssen. Bis 2050 soll außerdem der gesamte Gebäudebestand der EU ohne umweltschädliche Emissionen auskommen, teilten die EU-Staaten in Brüssel mit. Die neue Richtlinie ist Teil des sogenannten Europäischen Green Deals und soll die Energieeffizienz von Gebäuden erhöhen und sie so klimafreundlicher machen.
Gemäß den EU-Staaten legt die EU-Richtlinie fest, wie viel Energie Gebäude ab einem bestimmten Zeitraum höchstens verbrauchen dürfen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass bestimmte Gebäude wie historische Bauten oder Kirchen von diesen Regeln ausgenommen werden.
«Brauchen konkreten Plan für neue Sanierungswelle»
Auch in Wohngebäuden ist eine Reduzierung des Energieverbrauchs geplant. Bis 2030 soll dieser insgesamt um 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent gesenkt werden. Dafür werden Wohngebäude energetisch renoviert. Zudem ist geplant, dass bis 2040 keine fossilen Brennstoffe mehr in Gebäuden verwendet werden. Stattdessen soll Solarenergie gefördert und die Infrastruktur für umweltfreundlichen Verkehr verbessert werden.
Die Deutsche Umwelthilfe forderte die Bundesregierung auf, zügig zu handeln. «Wir brauchen jetzt einen konkreten Plan für eine neue Sanierungswelle und damit gesundes und bezahlbares Wohnen in Deutschland», sagte Geschäftsführerin Barbara Metz.
Die Gesetzgebung legt die Rahmenbedingungen fest, innerhalb derer die EU-Staaten angepasste nationale Maßnahmen ergreifen können. Die Staats- und Regierungschefs haben zwei Jahre Zeit, um die neuen Regelungen umzusetzen.








