EU-Kommission plant bis 2035 modernere Internetanschlüsse anstelle von alten DSL-Verbindungen. Mitgliedstaaten sollen bis 2029 verbindliche Pläne vorlegen.
EU plant besseres Internet für Deutschland und EU-Staaten

Die EU-Kommission plant, die Netzabdeckung für schnelles Internet in Deutschland und anderen EU-Staaten durch eine Marktreform zu verbessern. Ein Gesetzesvorschlag wurde in Straßburg vorgestellt.
Spätestens bis zum Jahr 2035 sollen in der gesamten EU alte DSL-Verbindungen durch moderne Internetanschlüsse ersetzt werden. Die Mitgliedstaaten sollen bis 2029 verbindliche Pläne gemäß dem Vorschlag vorlegen.
Die Brüsseler Behörde hat betont, dass Verbraucher durch die DSL-Abschaltungen keine Nachteile erleiden sollten und darauf vertrauen können, kontinuierlich mit Internet versorgt zu werden. Es wird nur wenige Ausnahmen geben, wenn Kupferleitungen immer noch die beste Lösung sind, beispielsweise weil der Einsatz von Glasfaser zu teuer ist.
Wie die EU-Kommission bei 5G aufholen will
Nebenbei sollen die Vorschläge zu mehr Investitionen im Ausbau von Mobilfunknetzen führen. Europa war bei der Einführung von 5G hinter seinen internationalen Konkurrenten zurückgeblieben, wie die EU-Kommission 2024 selbst zugegeben hat. Sie führt dies auch auf große Unterschiede zwischen den EU-Staaten bei der Genehmigung von Frequenzen zurück. Das soll besonders bei der nächsten Generation des Mobilfunkstandards (6G) nicht wieder passieren – auch um wirtschaftlich nicht den Anschluss zu verlieren.
Die Vergabe von Frequenzen an Telekommunikationsanbieter soll neu geregelt werden. Die EU-Kommission plant, die Vergabe von Mobilfunkfrequenzen zu standardisieren und unbefristet zu machen, um Telekom, Vodafone und Co. mehr Planungssicherheit zu bieten. In Deutschland liefen die zuletzt 2019 versteigerten Lizenzen bis 2040.








