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EU legt Handelsdeal mit USA auf Eis – Neue Spannungen im transatlantischen Verhältnis

Rückschlag für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen: Die Europäische Union hat Verhandlungen über einen Handelsdeal mit den USA vorerst gestoppt. Hintergrund sind wachsende Differenzen in zentralen Wirtschaftsfragen.

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Foto: depositphotos

Die Europäische Union hat ein geplantes Handelsabkommen mit den Vereinigte Staaten vorerst ausgesetzt. Nach Angaben aus Brüssel sollen zentrale Streitpunkte bislang nicht geklärt sein.

Streit über Zölle und Subventionen

Im Mittelpunkt der Differenzen stehen Fragen zu Zöllen, Industriesubventionen und Marktzugang. Beide Seiten verfolgen unterschiedliche Strategien bei staatlichen Förderprogrammen und bei der Regulierung bestimmter Industriezweige.

Insbesondere europäische Vertreter kritisieren Wettbewerbsverzerrungen durch umfangreiche US-Subventionsprogramme. Umgekehrt hatten die USA wiederholt Bedenken gegenüber europäischen Regulierungen geäußert.

Politische Signalwirkung

Die Entscheidung, die Gespräche auf Eis zu legen, gilt als politisches Signal. Sie zeigt, dass trotz enger wirtschaftlicher Verflechtung erhebliche Meinungsverschiedenheiten bestehen.

Die transatlantischen Handelsbeziehungen zählen zu den wichtigsten weltweit. Das Handelsvolumen zwischen beiden Wirtschaftsräumen geht jährlich in die Billionen.

Gespräche nicht endgültig beendet

Nach Angaben aus EU-Kreisen handelt es sich nicht um einen endgültigen Abbruch, sondern um eine Pause. Ziel sei es, offene Fragen zunächst intern zu klären und die Positionen neu abzustimmen.

Wann die Gespräche wieder aufgenommen werden, ist derzeit offen.

TS
Quellen: n-tv.de