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EU-Verpackungsverordnung trifft kleine Onlinehändler hart – Eine Herausforderung für den Markt

Die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR stellt kleine Onlinehändler vor erhebliche bürokratische Herausforderungen und könnte deren Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Während große Unternehmen die zusätzlichen Kosten stemmen können, droht mittelständischen Händlern der Rückzug aus dem Binnenmarkt.

EU zerstört den Binnenmarkt: Neue PPWR trifft kleine Onlinehändler mit voller Wucht – Bundesverband Onlinehandel e.V.
Bildquelle: Lukas auf Unsplash

Herausforderungen der neuen EU-Verpackungsverordnung

Seit dem 12. August ist die EU-Verpackungsverordnung PPWR in Kraft, die darauf abzielt, den Verpackungsmüll signifikant zu reduzieren und die Verantwortung der Hersteller zu erhöhen. Obwohl diese Zielsetzung begrüßenswert ist, betrachten viele die Umsetzung als bürokratischen Ballast, insbesondere der Bundesverband Onlinehandel (BVOH) sieht darin ein großes Hindernis.

Komplexität für grenzüberschreitende Onlinehändler

Onlinehändler, die innerhalb der EU in mehreren Ländern aktiv sind, müssen eventuell in jedem Absatzland einen eigenen EPR-Bevollmächtigten benennen. Dies könnte bedeuten, dass im schlimmsten Fall für 27 Märkte auch 27 Bevollmächtigte nötig sind, was eine immense administrative Belastung darstellt.

Bedrohung für kleine Händler

Große Unternehmen wie Amazon oder Temu haben die Möglichkeit, diese zusätzlichen Fixkosten zu tragen. Für kleinere, mittelständische Händler, die sporadisch Waren nach Ländern wie Spanien, Belgien oder Österreich versenden, kann dies jedoch die wirtschaftliche Stabilität ihrer Geschäfte gefährden. Dieses Szenario steht im Widerspruch zu den Grundprinzipien des europäischen Binnenmarktes, der den freien Handel fördern sollte.

Rückzug kleiner Händler und Verlust der Vielfalt auf dem Markt

Die absehbaren Folgen sind alarmierend: Eine Abwanderung kleiner Händler aus den EU-Märkten ist zu befürchten, während große Unternehmen die zusätzlichen Fixkosten leichter stemmen können. Dies würde nicht nur die Auswahl für die Verbraucher verringern, sondern auch die Marktchancen für den Mittelstand in Europa ernsthaft gefährden.

Reaktionen der EU-Kommission und die Forderungen des BVOH

Die EU-Kommission hat die Problematik erkannt und einen Vorschlag zur Aussetzung der Regelung für EU-Unternehmen vorgelegt. Allerdings fehlt es bislang an einer politischen Einigung, da einige Mitgliedstaaten einer Aussetzung skeptisch gegenüberstehen. Der BVOH hat konkrete Forderungen formuliert, die unter anderem die sofortige Aussetzung der nationalen Bevollmächtigtenpflicht und die Schaffung eines echten EU-EPR-One-Stop-Shops, ähnlich dem Umsatzsteuer-OSS, umfassen.

Der Weg zu einem einheitlichen Binnenmarkt

Ein funktionierender Binnenmarkt sollte administrativ als einheitlicher Markt fungieren. Die bestehenden Regelungen stehen diesem Ziel entgegen und bedürfen einer dringenden Überprüfung sowie Anpassung.


Quellen: bvoh, Merkur

Bildquelle: Bildquelle: Lukas auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

Ricardo Bohn