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Expertengremium der Deutschen Bahn prüft Fahrplananpassungen zur Verbesserung der Zuverlässigkeit

Ein Sprecher der Deutschen Bahn betonte, dass die Kommission nicht zwangsläufig eine Reduzierung des Fahrplans empfehlen wird.

Kommission
Bildquelle: Wolfgang Weiser auf Unsplash

Deutsche Bahn evaluiert Anpassungen im Zugangebot zur Erhöhung der Pünktlichkeit

Die Deutsche Bahn sieht sich der dringenden Aufgabe gegenüber, die Zuverlässigkeit ihrer Züge zu steigern. Zu diesem Zweck wurde eine unabhängige Expertenkommission gegründet, die untersuchen soll, ob eine Verringerung der Zugfahrten auf den Gleisen zu einer Verbesserung der Pünktlichkeit führen kann. Die Ursachen für die häufig auftretenden Verspätungen sind vielfältig, darunter eine veraltete Infrastruktur und eine hohe Auslastung der Gleise.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn betonte, dass die Kommission nicht zwangsläufig eine Reduzierung des Fahrplans empfehlen wird. Die Experten werden in mehreren Sitzungen ergebnisoffen diskutieren und unterschiedliche Perspektiven einbringen. Enak Ferlemann, der ehemalige Bahnbeauftragte der Bundesregierung und aktuelles Mitglied der Kommission, verdeutlicht die Notwendigkeit, die tatsächliche Auslastung der Züge zu analysieren.

Ferlemann äußerte, dass die gegenwärtige Situation auf den Gleisen untragbar sei. Er schlägt vor, die Frequenz der Fernzüge zu verringern, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. So könnte beispielsweise zwischen Berlin und Hamburg nur noch stündlich ein Fernzug verkehren, anstatt alle 30 Minuten, jedoch mit einer höheren Pünktlichkeit.

Die Deutsche Bahn führt die zahlreichen Verspätungen nicht allein auf infrastrukturelle Mängel zurück, sondern auch auf eine Überlastung der Strecken. Im Jahr 2025 verkehrten mehr als zehn Prozent der Züge auf Strecken, die über 115 Prozent ausgelastet waren. Dies trug zu einem stetigen Anstieg an Verspätungen aufgrund von Staus auf den Gleisen bei, wobei diese Stau-Verspätungen in den letzten zehn Jahren um 150 Prozent zugenommen haben.

Kritik vom Güterbahnverband

Der Verband der Güterbahnen äußerte sich kritisch zu den Überlegungen der Deutschen Bahn. Peter Westenberger, der Geschäftsführer des Verbands, bezeichnete die Strategie als „fehlerhaft“ und kritisierte den Ansatz, die Anzahl der Züge zu reduzieren. Er argumentiert, dass in einem Produktionsumfeld, in dem Maschinen ausfallen und Abläufe ineffizient sind, niemand ernsthaft in Erwägung ziehen würde, einfach weniger Aufträge anzunehmen. Stattdessen sollten die strukturellen Probleme im Schienennetz angegangen werden.

Westenberger weist darauf hin, dass die Annahme eines überlasteten Schienennetzes nicht zutrifft, da die Zugkilometer seit 2022 gesunken sind. Er fordert eine verbesserte Kontrolle der DB-Infrastrukturtochter Infrago durch den Bund, um die Effizienz und Zuverlässigkeit des Schienennetzes zu steigern.

Start der Expertenkommission und Ausblick

Die Kommission “Robuster Fahrplan” wird in der kommenden Woche ihre Tätigkeit aufnehmen. Unterstützung erhält sie vom auf Fahrplanmanagement spezialisierten Schweizer Unternehmen SMA und Partner. Die Ergebnisse der Kommission sollen zu Beginn des nächsten Jahres veröffentlicht werden. Diese Ergebnisse werden anschließend mit Vertretern aus Politik, Ländern und der Branche erörtert, um mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit zu diskutieren.


Quellen: n-tv, stern

Bildquelle: Bildquelle: Wolfgang Weiser auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS