Facebook und Instagram bringen dem Meta-Konzern Milliarden ein. Mit diesem Finanzpolster beschleunigt Mark Zuckerberg die bereits hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur noch weiter.
Facebook-Konzern schraubt KI-Investitionen hoch

Der Facebook-Konzern Meta erhöht mit dem Rückenwind eines florierenden Werbegeschäfts drastisch die Ausgaben für KI-Infrastruktur. Für das laufende Jahr plant Meta Kapitalinvestitionen zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar. Im Jahr 2025 investierte das Unternehmen hauptsächlich in den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz rund 72 Milliarden Dollar.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden auszugeben – selbst mit dem Risiko, zu viele Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen. In einer Telefonkonferenz mit Analysten zeigte sich Zuckerberg erneut überzeugt, dass das KI-Geschäft gerade stark an Fahrt gewinne.
Werbung bezahlt die KI-Wette
Das Geld für den Ausbau der KI stammt nach wie vor hauptsächlich aus dem boomenden Werbegeschäft auf Plattformen wie Facebook und Instagram. Im letzten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 24 Prozent auf fast 59,9 Milliarden Dollar. Dies übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Quartalsgewinn stieg um neun Prozent auf 22,77 Milliarden Dollar.
Mindestens 3,58 Milliarden Nutzer greifen täglich auf eine Meta-App zu – das sind sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem die Chat-App WhatsApp sowie Threads, eine Alternative zu Elon Musks Twitter-Nachfolger X.
Die Meta-Aktie fiel zunächst im nachbörslichen US-Handel – dann gab es eine Stimmungsumschwung und der Kurs stieg um mehr als zehn Prozent. Die Investitionen für dieses Jahr liegen über den Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig übertraf Meta mit einem Umsatzausblick von 53,5 bis 56,5 Milliarden Dollar für das laufende Quartal die durchschnittlichen Prognosen der Marktexperten.
Erneut gewaltiger Verlust bei virtuellen Welten
Im Bereich Reality Labs von Meta, der virtuelle Welten und Technologien wie VR-Headsets und Computer-Brillen entwickelt, stieg der operative Verlust im letzten Quartal von knapp fünf Milliarden Dollar im Vorjahr auf gut sechs Milliarden Dollar. Meta hat kürzlich mit Stellenstreichungen in diesem Bereich begonnen. Zuckerberg hatte große Hoffnungen auf virtuelle Welten unter dem Namen Metaverse gesetzt und den Facebook-Konzern in Meta umbenannt, um den Fokus zu betonen.








