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Fahrgastverband kritisiert Verdi-Warnstreiks im ÖPNV

Kaum ist der Streik der GDL beendet, beginnt der nächste Streik im Nahverkehr. In rund 80 Städten kommen erhebliche Einschränkungen auf Fahrgäste zu. Vom Fahrgastverband Pro Bahn gibt es Kritik.

Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag ganztägige Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr in fast allen Bundesländern angekündigt.
Foto: Marijan Murat/dpa

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den angekündigten Warnstreik der Gewerkschaft Verdi an diesem Freitag im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kritisiert. «Für die Fahrgäste ist das äußerst unangenehm», sagte der Pro-Bahn-Vorsitzende Detlef Neuß der dpa. «Sie hatten sich gerade gefreut, dass jetzt einiges besser geworden ist, und schon kommt der nächste Arbeitskampf.»

Verdi hatte den Streik im öffentlichen Nahverkehr, der in etwa 80 deutschen Städten den ganzen Tag dauerte, angekündigt, nur Stunden nachdem der Streik der Gewerkschaft GDL der Deutschen Bahn beendet war.

«Dass das jetzt alles Schlag auf Schlag kommt, das ist sicherlich unglücklich», sagte Neuß. Insbesondere in den verkehrlich ohnehin schon überlasteten großen Städten führe der Warnstreik nun zu weiteren Behinderungen. Gleichwohl äußerte er Verständnis für die Anliegen von Verdi und der ÖPNV-Beschäftigten.

Nur in Bayern wird nicht gestreikt

Mit Ausnahme von Bayern verhandelt die Gewerkschaft in allen Bundesländern gleichzeitig mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden über neue Tarifverträge für etwa 90.000 Beschäftigte. Laut Verdi sind über 130 kommunale Unternehmen in etwa 80 Städten und 40 Landkreisen von der Tarifrunde betroffen. In den meisten Bundesländern werden neue Manteltarifverträge verhandelt, die vor allem die Arbeitsbedingungen betreffen. In Brandenburg, dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen geht es jedoch auch um höhere Entgelte, also Löhne und Gehälter.

Bayern ist das einzige Bundesland, das von den Arbeitskämpfen komplett ausgenommen ist. Zurzeit finden dort keine Tarifverhandlungen statt.

dpa