Ein gefälschtes Video mit Reinhold Würth kursiert im Netz. Darin wirbt er angeblich für eine Geldanlage – schnelle Gewinne inklusive. Wie erkennen Nutzer solche betrügerischen Angebote?
Fake-Video mit Reinhold Würth wirbt für dubiose Geldanlagen

Aktuell versuchen Betrüger im Internet, Nutzer mit einem gefälschten Video des bekannten Unternehmers Reinhold Würth zu fragwürdigen Geldanlagen zu verleiten. In dem täuschend echten Clip lädt eine vermeintlich durch Künstliche Intelligenz generierte Version des Milliardärs zu einem scheinbar exklusiven Investment ein. Im Hintergrund ist ein Regal mit Produkten des Handelskonzerns zu sehen. Das Versprechen: Schnelle Gewinne bei geringen Einsätzen. Die Gruppe bestätigte, dass es sich um eine Fälschung handelt, wie zuvor mehrere Medien berichteten.
Reinhold Würth stehe in keinerlei Verbindung zu derartigen Angeboten, teilte eine Pressesprecherin auf Anfrage mit. «Solche Deep‑Fake‑Manipulationen stellen einen schweren Identitätsmissbrauch dar und dienen ausschließlich betrügerischen Zwecken.» Man verurteile das Vorgehen aufs Schärfste und distanziere sich klar von den verbreiteten Inhalten.
Die Würth-Gruppe geht also bereits konsequent gegen die Verbreitung des Materials vor und steht im Austausch mit den Strafverfolgungsbehörden. Über offizielle Social-Media-Kanäle wurde die Öffentlichkeit vor dem Fake-Video gewarnt. Betroffenen wird empfohlen, keine Interaktionen mit den angeblichen Finanzangeboten einzugehen. Wer bereits Geld investiert hat, sollte umgehend seine Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Würth mit Hauptsitz in Künzelsau (Baden-Württemberg) ist weltweit führend im Bereich der Befestigungs- und Montagetechnik. Das Sortiment umfasst über eine Million Produkte, darunter Schrauben und Dübel. Der Firmenpatriarch Reinhold Würth zählt zu den reichsten Deutschen. Vor etwa einem Jahr hat sich der 90-Jährige weitgehend von seinem Lebenswerk zurückgezogen.
Angebote sind oft schwer als Betrug zu erkennen
Die Polizei und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) warnen regelmäßig vor solchen Betrugsmaschen. Immer wieder würden Werbeanzeigen oder E-Mails verbreitet, in denen mit Fotos oder Videos von Prominenten ohne deren Wissen für angeblich sichere Geldanlagen mit außerordentlich hohen Gewinnen geworben werde. Häufig gehe es um Kryptowerte oder anderen Finanzprodukten. Die Angebote seien oft professionell gestaltet und für Laien schwer als Betrug zu erkennen.
Die Bafin warnt davor, Links in solchen Anzeigen anzuklicken. Diese führen oft zu betrügerischen Online-Handelsplattformen. Nach einer Registrierung geben sich die Täter als Experten aus und überreden zunächst zu kleinen, später zu immer höheren Investitionen. Die angezeigten Gewinne sind nur vorgetäuscht. Tatsächlich findet in der Regel keine Investition statt und das eingezahlte Geld fließt an die Betrüger. Weitere Tipps hat die Polizei auf einer Internetseite zusammengefasst.








