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Fast alle Marken senken CO2-Ausstoß in Deutschland deutlich

Die 2025 zugelassenen Neuwagen stießen im Schnitt nominell ein Neuntel weniger Kohlendioxid aus als 2024. Viele große Marken sparten noch mehr ein. Es gibt aber prominente Ausnahmen.

Bei den 2025 in Deutschland zugelassenen Neuwagen war der C02-Ausstoß im Schnitt deutlich niedriger als vor einem Jahr. (Archivbild)
Foto: Marijan Murat/dpa

Die im letzten Jahr in Deutschland neu zugelassenen Autos emittieren deutlich weniger CO2 als die Neuwagen von 2024. Der durchschnittliche Wert sank um 11,7 Prozent auf 105,8 Gramm pro Kilometer, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Bei vielen großen Marken war der Rückgang sogar noch größer. Allerdings trifft das nicht auf alle Marken zu.

So kann Volkswagen, der deutsche Marktführer, seinen CO2-Ausstoß im Durchschnitt um 14,5 Prozent auf 109 Gramm pro Kilometer reduzieren. Mercedes, die Nummer zwei, hat dagegen nur eine Reduzierung von 2,6 Prozent auf 118,6 Gramm pro Kilometer, während BMW auf dem dritten Platz der Zulassungsstatistik mit einer Einsparung von 11,3 Prozent auf 105 Gramm pro Kilometer weitgehend dem Marktdurchschnitt entspricht.

Die Töchterunternehmen von VW, Skoda, Audi und Seat, die auf den Plätzen vier bis sechs nach der Anzahl der Neuzulassungen liegen, haben ihre CO2-Emissionen um überdurchschnittliche 15,8, 14,5 bzw. 18,7 Prozent reduziert – also mindestens genauso stark wie die Hauptmarke des Konzerns. Seat, einschließlich der Marke Cupra, verzeichnet dabei unter den 16 Marken mit mindestens 50.000 Neuzulassungen im vergangenen Jahr sogar den höchsten Rückgang – und mit 96,7 Gramm pro Kilometer einen der niedrigsten Werte.

Nur eine Marke unter den Top 16 legt zu

Bei einer der 16 wichtigsten Marken gibt es jedoch nur einen Anstieg: Der Wert von Volvo steigt um 9,2 Prozent – allerdings auf außergewöhnlich niedrige 78,3 Gramm.

Die Elektroauto-Anteile in den Neuzulassungen haben im vergangenen Jahr zu Veränderungen geführt. VW und seine Töchter haben diese Anteile deutlich erhöht und dadurch ihre Flottenbilanz verbessert. Bei Mercedes hingegen ist der Anteil praktisch gleich geblieben, während er bei Volvo sogar leicht gesunken ist.

Steigender Stromer-Anteil erklärt nur einen Teil der Veränderung

Die Veränderung lässt sich jedoch nicht allein auf den Anteil von Elektroautos zurückführen. Die Rückgänge sind in der Regel größer als der Anstieg bei reinen E-Autos (BEV), und BMW erreicht eine Verbesserung fast im Durchschnitt, obwohl der Anteil von Elektroautos unterdurchschnittlich steigt. Ohne Elektroautos wäre die Bilanz jedoch viel schlechter: Laut KBA beträgt der durchschnittliche CO2-Ausstoß für reine Diesel-Fahrzeuge 166 Gramm pro Kilometer und für Benziner 144 Gramm pro Kilometer.

Die Angaben beruhen jeweils auf den offiziellen Verbrauchs- und Emissionswerten. Die tatsächlichen Werte können je nach Fahrstil oder Häufigkeit der rein elektrischen Fahrt von Plug-in-Hybriden erheblich abweichen.

dpa