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Flaute beim Neubau von Wohnungen in Deutschland hält an

Nachfrage hoch, Baugenehmigungen im März 27,3% weniger als Vorjahr, auch im Quartal rückläufig.

Im März wurde nach offiziellen Angaben der Neubau von 14.700 Wohnungen genehmigt.
Foto: Patrick Pleul/dpa

Trotz einer hohen Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland gibt es weiterhin einen Mangel an neuen Wohnungen. Sowohl im März 2024 als auch im gesamten ersten Quartal waren die Baugenehmigungen deutlich niedriger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete.

Im März genehmigten die Wiesbadener Statistiker den Neubau von 14.700 Wohnungen. Dies entsprach einem Rückgang um gut ein Viertel (27,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den ersten drei Monaten wurden insgesamt 42.800 Neubauwohnungen genehmigt – auch dies war ein Rückgang um mehr als ein Viertel (25,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

Im ersten Quartal ging die Anzahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser besonders deutlich zurück: um 35,6 Prozent auf 9200 Einheiten. Bei Zweifamilienhäusern sank die Anzahl genehmigter Wohnungen um 20 Prozent auf 3200. Auch bei Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, verringerte sich die Anzahl der genehmigten Wohnungen deutlich um 22,9 Prozent oder 8500 Einheiten auf 28.700 Wohnungen.

15.200 Baugenehmigungen weniger als im Vorjahresquartal

Im ersten Quartal erhielten insgesamt 53.500 Anträge, einschließlich Umbauten bestehender Wohnungen, die Zustimmung der Behörden. Dies entsprach einem Rückgang von gut einem Fünftel (22,2 Prozent) beziehungsweise 15.200 Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Bauvorhaben sind in den letzten zwei Jahren aufgrund des kräftigen Anstiegs der Kreditzinsen und gestiegener Baukosten stark teurer geworden. Der Trend bei den Baugenehmigungen zeigt seit Monaten nach unten. Angesichts des Wohnungsmangels, insbesondere in Ballungsräumen, fordern Verbände der Bau- und Immobilienbranche mehr staatliche Förderung.

dpa