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Frankfurter Flughafen am Donnerstag für Einsteiger gesperrt

Neben dem Bodenpersonal der Lufthansa streiken am Donnerstag auch die Luftsicherheitskräfte in Frankfurt. Das hat Auswirkungen: Am größten deutschen Flughafen wird kein Passagier einsteigen können.

Abflughalle des Frankfurter Flughafens.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Am Donnerstag wird der Frankfurter Flughafen aufgrund des Warnstreiks der Luftsicherheitskräfte für abfliegende Passagiere gesperrt. Aufgrund der fehlenden Kontrollen können Passagiere von der Landseite aus den Flughafen nicht betreten, so ein Sprecher von Fraport. Passagiere werden aufgefordert, sich mit ihren Fluggesellschaften in Verbindung zu setzen und keinesfalls zum Flughafen zu kommen. Die Auswirkungen auf den Flugplan sind zunächst noch unklar, da zumindest weiterhin Maschinen in Frankfurt landen und Passagiere umsteigen werden.

Ursprünglich waren für den Donnerstag 1170 Starts und Landungen mit rund 160.000 Passagieren an Bord geplant. „Welche Verbindungen ausfallen, sei Sache der jeweiligen Airline“, sagte ein Flughafensprecher. Bis Mittwochmittag waren bereits 650 Flüge annulliert. Es werde Starts und auch Landungen geben, sodass auch Transitreisende umsteigen können. Der größte Kunde Lufthansa, der mehr als zwei Drittel des Frankfurter Aufkommens bestreitet, wird allerdings auch am Folgetag Freitag bestreikt.

Viele Umbuchungen erwartet

Am Dienstagabend wurden alle 141 Abflüge für Donnerstag am Flughafen Hamburg abgesagt. Laut der Pressestelle des Helmut-Schmidt-Flughafens würden einige Flugzeuge ohne Passagiere starten. Dies sei erforderlich, um weitere Flugstörungen zu verhindern. Für Freitag sind am Flughafen viele Umbuchungen geplant, daher wird mit stark ausgelasteten Flügen gerechnet.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Sicherheitskontrollen in Frankfurt und Hamburg nur für Donnerstag aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. An anderen Flughäfen streiken die Kontrolleure nicht. Die Beschäftigten sind bei Privatunternehmen angestellt, die im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und Gepäck an den Zugängen zum Sicherheitsbereich kontrollieren.

Der Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals beginnt bereits am Mittwochabend in den Technikbereichen und soll bis Samstagmorgen um 7.10 Uhr fortgesetzt werden. Passagierflüge sind vor allem am Donnerstag und Freitag gefährdet. Die Lufthansa hat ihren Flugplan noch nicht auf die zusätzlichen Streiks in Frankfurt und München angepasst. Schon vor der Eskalation rechnete sie vor allem an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München mit Ausfällen.

dpa