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Fraport bei Ausbauprojekten von Flughäfen im Plan

Vor allem das starke internationale Geschäft hat den Flughafenbetreiber Fraport aus der Corona-Krise gezogen. Trotz Rekordgewinn müssen die Aktionäre aber auf eine Dividende noch länger warten.

Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Stefan Schulte.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Fraport, der Betreiber des Frankfurter Flughafens, liegt im Zeitplan mit seinen internationalen Ausbauprojekten. „Das dritte Passagier-Terminal in Frankfurt soll nach der Osterreisewelle 2026 eröffnet werden“, sagte Vorstandschef Stefan Schulte bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns am Dienstag.

Die Kapazität des größten deutschen Flughafens wird durch eine Investition von rund vier Milliarden Euro brutto um etwa 19 Millionen Passagiere erhöht, wobei das Terminal 2 für Sanierungsarbeiten vorübergehend geschlossen wird. Zusätzlich wird noch in diesem Jahr entlang der Frankfurter Startbahn West ein Solarpark errichtet, der mit rund 37.000 Photovoltaik-Modulen ausgestattet sein soll.

Globale Expansionspläne in vollem Gange

Am Flughafen Lima wird noch in diesem Jahr das neue Terminal in Betrieb genommen, wodurch die Kapazität in der peruanischen Hauptstadt mit zwei Start- und Landebahnen auf 40 Millionen Passagiere mehr als verdoppelt wird. Am Beteiligungsflughafen in Antalya strebt Fraport gemeinsam mit dem Partner TAV an, vor der Hauptreisesaison 2025 mit den Bauarbeiten fertig zu sein, um jährlich 65 Millionen Fluggäste abfertigen zu können.

Geschlossen bleibt bis auf Weiteres der von Fraport betriebene Flughafen im brasilianischen Porto Alegre, der von den historischen Überschwemmungen in dem südamerikanischen Land betroffen ist. Unter den Beschäftigten habe es keine Todesopfer gegeben, aber viele hätten «Haus und Hof» verloren, sagte Schulte. Hier habe Fraport mit Hilfsgütern und finanziellen Hilfen unterstützt.  Der Hochwasserschaden stehe noch nicht fest. Fraport sei versichert und mit der Regierung im Gespräch. Demnächst werde man zivilen Luftverkehr auf einem Militärflughafen organisieren. 

Fraport ist geschäftlich auf dem Weg zu Rekorden bei Umsatz und Gewinn. Schulte hat die Prognose von 61 bis 65 Millionen Passagieren am Heimatdrehkreuz und einem starken internationalen Wachstum bestätigt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Gewinn aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 von damals 454 Millionen Euro im laufenden Jahr übertroffen wird. Das Management traut sich in der Prognose bis zu 530 Millionen Euro zu. Allerdings bedeutet dies für die Aktionäre nicht automatisch eine Dividende. Aufgrund der hohen Verschuldungsquote wird auch im Jahr 2024 keine Ausschüttung vorgeschlagen, so Schulte. Dies werde sich spätestens mit der Eröffnung des Terminal 3 ändern.

dpa