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Frauen in der Seefahrt noch immer eine Minderheit

Traditionell ist die Seefahrt eine von Männern dominierte Branche. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO versucht seit einigen Jahren, das zu ändern und Frauen gezielt zu fördern.

Die meisten Seeleute in Deutschland sind nach wie vor männlich.
Foto: Marcus Brandt/dpa

In Deutschland sind weibliche Seeleute nach wie vor in der Minderheit. Ende September dieses Jahres machten sie etwa 6,7 Prozent der gut 7900 rentenversicherungspflichtigen Angestellten in der Handelsschifffahrt und Hochseefischerei aus.

Laut Angaben der Knappschaft-Bahn-See ergibt sich folgendes Bild. In den letzten vier Jahren lag der Anteil der Frauen in der Seefahrt zum jeweiligen Jahresende zwischen 5,4 und 5,9 Prozent. Es gibt keinen erkennbaren Trend in Bezug auf Zunahme oder Abnahme in diesem Zeitraum.

Anders ist das bei Frauen, die im Wirtschafts- beziehungsweise Servicebereich der Seefahrt tätig sind – etwa in der Küche oder als Bedienung: Zwar arbeiten in diesem Bereich den Angaben nach immer noch die meisten weiblichen Besatzungsmitglieder. Dennoch sank der Frauenanteil dort seit 2019 um knapp zehn Prozentpunkte auf 42,5 Prozent in diesem Jahr. «Die Abnahme im Bereich Wirtschaftspersonal bedeutet eine Zunahme des Anteils der weiblichen Beschäftigten im Bereich des höher qualifizierteren Personals in der Seefahrt», heißt es dazu von der Knappschaft-Bahn-See.

In den höheren Rängen, wie bei Kapitänen und Offizieren, war der Anteil der Frauen in diesem und den vorherigen Jahren in der Schifffahrt insgesamt niedriger als in den höheren Dienstgraden. Im Jahr 2023 betrug er 3,8 Prozent, während er in den vier Jahren zuvor zwischen 2,6 und 3,2 Prozent schwankte.

In den jüngeren Altersgruppen war der Frauenanteil in jedem der fünf Jahre am höchsten. Im Jahr 2023 betrug er bei den 18- bis 20- und den 26- bis 30-Jährigen jeweils 10,3 Prozent. Bei den 21- bis 25-Jährigen war er mit 13,1 Prozent sogar fast doppelt so hoch wie der Frauenanteil über alle Altersstufen hinweg.

dpa