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Überqualifizierung bei jungen Erwerbstätigen in Deutschland steigt an

Junge Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund besonders betroffen, Experten warnen vor Fachkräftemangel.

Gut jede und jeder siebte junge Erwerbstätige ist für die ausgeübte Tätigkeit überqualifiziert. (Symbolbild)
Foto: Patrick Pleul/dpa

Laut dem Statistischen Bundesamt sind viele junge Menschen in Deutschland überqualifiziert für ihre derzeitige Arbeit. Besonders häufig betrifft dies Frauen und Arbeitnehmer unter 35 Jahren mit Migrationshintergrund, wie aus der Arbeitskräfteerhebung 2024 hervorgeht.

Laut Angaben gaben 15 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren an, dass sie einen höheren Bildungsabschluss haben als für ihre Tätigkeit erforderlich. Bei Frauen (16 Prozent) ist dies etwas häufiger der Fall als bei Männern (13 Prozent).

Menschen mit Einwanderungsgeschichte häufiger überqualifiziert 

Laut Statistik sind Menschen mit Migrationshintergrund noch häufiger formal überqualifiziert für ihre Tätigkeit (18 Prozent). Das Bundesamt definiert Personen mit Einwanderungsgeschichte als solche, die seit 1950 entweder selbst oder deren Eltern nach Deutschland eingewandert sind.

Experten betonen regelmäßig, dass die deutsche Wirtschaft auf die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland angewiesen ist, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken.

Laut den Wiesbadener Statistikern entsprach bei den meisten 15- bis 34-Jährigen in der Gesamtstichprobe der Bildungsabschluss der ausgeübten Tätigkeit (78 Prozent), während ein geringer Teil (7 Prozent) über einen niedrigeren Abschluss verfügte als erforderlich und somit formal unterqualifiziert war.

dpa