Mit dem Ende des Winters sinken die Füllstände der deutschen Gasspeicher deutlich. Experten beobachten die Entwicklung genau, denn niedrige Reserven könnten Auswirkungen auf Preise und Versorgungssicherheit haben.
Gasspeicher leeren sich im Frühjahr – Drohen neue Energieprobleme?

Die Gasspeicher in Deutschland verlieren im Frühjahr weiter an Füllstand. Nach den kalten Monaten wurden große Mengen Erdgas entnommen, um Haushalte und Industrie zu versorgen. Damit liegen die Reserven deutlich unter den Werten des vergangenen Herbstes.
Winter zehrt an den Vorräten
Während der Heizperiode wird traditionell mehr Gas verbraucht als eingespeichert. Besonders in Phasen niedriger Temperaturen steigt die Nachfrage stark an. Entsprechend sinken die Speicherstände bis ins Frühjahr hinein.
In den vergangenen Jahren hatte Deutschland seine Speicher vor dem Winter gezielt stark gefüllt, um Engpässe zu vermeiden. Dennoch zeigt sich nun der saisonale Rückgang deutlich.
Wiederbefüllung entscheidend
Mit Beginn der wärmeren Monate startet üblicherweise die Phase der Wiederbefüllung. Ziel ist es, die Speicher bis zum nächsten Winter erneut auf ein hohes Niveau zu bringen. Dabei spielen Importmengen, Marktpreise und internationale Entwicklungen eine zentrale Rolle.
Deutschland bezieht sein Gas inzwischen überwiegend über LNG-Terminals sowie Pipeline-Lieferungen aus europäischen Nachbarstaaten. Russische Lieferungen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.
Auswirkungen auf Preise möglich
Sinkende Speicherstände allein bedeuten noch keine unmittelbare Versorgungskrise. Entscheidend ist, wie schnell und zu welchen Kosten nachgefüllt werden kann. Steigende Großhandelspreise könnten sich auf Verbraucher und Industrie auswirken.
Die zuständigen Behörden überwachen die Lage kontinuierlich. Aktuell gilt die Versorgung als gesichert, während die Vorbereitungen für die nächste Heizperiode anlaufen.








