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Genehmigung für Dosenwerk in Baruth/Mark: Red Bull und Rauch setzen auf Expansion

Die Stadtverordneten von Baruth/Mark haben einen neuen Bebauungsplan für ein Dosenwerk von Red Bull und Rauch genehmigt. Der Ausbau umfasst ein Dosenwerk, ein Logistikzentrum und eine Kläranlage, die 2028 in Betrieb gehen sollen. Proteste von Umweltgruppen zur Wasserentnahme und Rodung von Kiefer…

Neuer Bebauungsplan: Red Bull kann Dosenwerk in Baruth/Mark bauen
Bildquelle: Jesper Brouwers auf Unsplash

Die Entscheidung der Stadtverordneten von Baruth/Mark markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der Getränkeindustrie in der Region. Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstagabend mit 12 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und einer Enthaltung für einen neuen Bebauungsplan, der den Bau eines Dosenwerks für die Unternehmen Red Bull und Rauch vorsieht.

Details zum geplanten Dosenwerk

Das Dosenwerk wird etwa 50 Kilometer südlich von Berlin errichtet und soll die bestehende Getränkeproduktion erweitern. Laut Projektkoordinator Björn Hofbauer wird der neue Bebauungsplan “Planungssicherheit für die Weiterentwicklung des Produktionscampus” schaffen. Neben der Dosenproduktion sind auch ein Logistikzentrum und eine neue kommunale Kläranlage vorgesehen. Diese Maßnahmen sollen die Lkw-Transporte reduzieren und den Wasserverbrauch optimieren. Der Betrieb des Dosenwerks ist für 2028 geplant, jedoch steht die Genehmigung der zuständigen Behörden noch aus.

Hintergrund der Entscheidung

Der vorherige Bebauungsplan war vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg aus formellen Gründen abgelehnt worden, insbesondere aufgrund von Vorgaben zur Lärmbegrenzung. Ein Eilantrag des Umweltverbands Grüne Liga hatte Erfolg, was die Stadt dazu veranlasste, einen neuen Bebauungsplan zu erstellen.

Umweltauswirkungen und Proteste

Die geplante Erweiterung sieht vor, dass in Baruth/Mark, einer Stadt mit rund 4.000 Einwohnern, künftig die Red-Bull-Dosen direkt neben der Abfüllung hergestellt werden. Für die Erweiterung sollen 17 Hektar Kiefernwald gerodet werden. Die Unternehmen sprechen von einer Investition in dreistelliger Millionenhöhe, die dazu führen soll, dass bis zu 600 Menschen auf dem Gelände beschäftigt werden, was nahezu einer Verdopplung der aktuellen Mitarbeiterzahl entspricht. Derzeit werden in Baruth/Mark über 400.000 Dosen und mehr als 100.000 PET-Flaschen pro Stunde abgefüllt.

Gleichzeitig gibt es jedoch Proteste von Umweltgruppen, die eine mögliche Wasserknappheit in der Region befürchten. Das Ressourcenbündnis Baruth fordert ein neues Gutachten zum Grundwasserbestand, da das vorhandene Gutachten bereits 20 Jahre alt ist. Nur so könne festgestellt werden, ob eine Übernutzung des Wassers vorliegt.

Wasserverbrauch und Genehmigungen

Projektkoordinator Björn Hofbauer betonte, dass das Thema Wasser ernst genommen wird. Das genehmigte Kontingent für die Wasserentnahme liegt bei etwa 6.500 Kubikmetern pro Tag, wobei die Unternehmen planen, zwischen 5.500 und 6.000 Kubikmetern pro Tag zu nutzen. Diese Entnahme wird von der Stadt und dem Landesumweltamt streng überwacht.

Hintergrund ist der Erwerb des Getränkeabfüllers Urstromquelle durch Red Bull und Rauch im Jahr 2023, wodurch auch die Wasserentnahmerechte übernommen wurden. Die Unternehmen haben einen Vertrag mit der Stadt unterzeichnet, der ihnen die Entnahme von rund 2,35 Millionen Kubikmetern Grundwasser pro Jahr erlaubt.

Nach Angaben der Stadt wird in der Region maximal 25 Prozent des verfügbaren Wassers genutzt, wobei die Entnahme durch hydrogeologische Gutachten begleitet wird. Vorrang hat die Versorgung der Bevölkerung, die vor der Industrie versorgt werden muss.


Quellen: rbb24

Bildquelle: Bildquelle: Jesper Brouwers auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS