Ein unerwarteter Umsatzrückgang ist einer der Hauptgründe für die Insolvenz bei Gigaset. Die Investorensuche des Unternehmens mit 175-jähriger Geschichte läuft.
Gericht eröffnet Insolvenzverfahren für Gigaset

Das Vermögen der Gigaset AG ist nun Gegenstand eines Regelinsolvenzverfahrens, das vom Amtsgericht Münster eröffnet wurde. Der Anbieter von Kommunikationstechnologie veröffentlichte diese Information am Dienstagabend auf seiner Internetseite. Markus Wischemeyer wurde als Insolvenzverwalter ernannt.
Im September reichte die Gigaset AG einen Insolvenzantrag ein und gab an, zahlungsunfähig zu sein. Der Hauptgrund dafür war ein unerwarteter und erheblicher Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr 2023 und eine Geschäftsentwicklung, die deutlich unter den Erwartungen lag. Zusätzlich dazu gab es eine anhaltend schwache Nachfrage nach Gigaset-Produkten sowie eine Kaufzurückhaltung in Deutschland und Europa.
Die Gigaset Communications GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen führt die Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebstätigkeiten für DECT-Schnurlostelefone unverändert fort. Gigaset sucht seit Ende Oktober nach Investoren. Das Ziel ist die nachhaltige Restrukturierung des operativen Geschäftsbetriebes.
Gigaset gibt an, dass es mit etwa 850 Mitarbeitern Europas führender Anbieter von DECT-Schnurlostelefonen ist. Zu den Geschäftsbereichen des Unternehmens, das eine Firmengeschichte von 175 Jahren hat, gehören auch Android-basierte Smartphones, Cloud-basierte Smart Home Angebote und Geschäftstelefonie-Lösungen.








