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Biontech plant Markteinführung von Krebsmedikament bis 2026

Mainzer Unternehmen strebt Zulassungen in zehn Indikationen an und verzeichnet Nettogewinn von 930,3 Millionen Euro im Jahr 2023

Das Pharma-Unternehmen Biontech will verstärkt in die Krebsforschung investieren.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Der Impfstoffhersteller Biontech plant, sein erstes Krebsmedikament im Jahr 2026 auf den Markt zu bringen. Bis 2030 strebt das Unternehmen aus Mainz Zulassungen in zehn Indikationen an. Dies gab Unternehmenschef Ugur Sahin bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2023 bekannt. In der Onkologie wurden mehrere Partnerschaften geschlossen und zahlreiche klinische Fortschritte erzielt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023, das am 31. Dezember endete, wurde ein Nettogewinn von 930,3 Millionen Euro verzeichnet. Dies war hauptsächlich auf das rückläufige Geschäft mit Covid-19-Impfstoffen zurückzuführen und lag deutlich unter den 9,4 Milliarden im Vorjahr.

Der Umsatz des Biotechnologieunternehmens betrug 2023 3,8 Milliarden Euro nach 17,3 Milliarden im Vorjahr. Biontech verwies unter anderem auf Wertberichtigungen von Impfstoff-Vorräten durch den US-Partner Pfizer. Für das laufende Jahr 2024 erwarten die Mainzer einen Umsatz zwischen 2,5 und 3,1 Milliarden Euro.

Insgesamt haben Biontech und Pfizer im Geschäftsjahr 2023 weltweit mehr als 400 Millionen Covid-19-Impfstoffdosen geliefert. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2022 noch rund 2 Milliarden Dosen in Rechnung gestellt, 2021 waren es sogar 2,6 Milliarden gewesen.

Nach oben stiegen die Forschungs- und Entwicklungskosten. Laut eigenen Angaben gab Biontech im Jahr 2023 insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro aus, im Vorjahr waren es 1,5 Milliarden. Für das Jahr 2024 ist geplant, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro steigen werden.

dpa