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Edelmetalle auf Rekordkurs: Gold und Silber weiter im Aufwind

Goldpreis steigt um 15%, Silber nahe 100-Dollar-Marke; politische Spannungen als Preistreiber und steigende Nachfrage nach Silber für Industrieanwendungen.

Ein Goldbarren - immer wertvoller. (Archivbild)
Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn

Edelmetalle bleiben bei Investoren weiterhin gefragt: Gold und Silber waren am Freitag im frühen Handel so teuer wie noch nie. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) stieg um bis zu 0,6 Prozent auf etwas mehr als 4.967 US-Dollar. Damit ist die Marke von 5.000 Dollar nicht mehr weit entfernt. Silber liegt nur noch wenige Cent unter der 100-Dollar-Marke. Der Preis für eine Feinunze stieg am Morgen um bis zu 3,3 Prozent auf 99,38 Dollar an.

Der Goldpreis ist in den ersten 16 Handelstagen des Jahres um fast 15 Prozent gestiegen, nachdem das Edelmetall im vergangenen Jahr bereits um 65 Prozent teurer geworden war. Dies war das größte Jahresplus seit 1979. Preistreiber im letzten Jahr waren unter anderem zahlreiche Konflikte weltweit.

Auch im Jahr 2026 führten politische Spannungen zu Kursgewinnen. Experten führten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres hauptsächlich auf die Situation im Iran und die kürzlichen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige europäische Länder in Bezug auf Grönland zurück. Obwohl Trump diese mittlerweile zurückgezogen hat, führte dies am Markt für Edelmetalle nur zu einer kurzen Pause. Bereits am Donnerstag stiegen die Preise im Laufe des Tages wieder deutlich an.

Silber war in letzter Zeit gefragter als Gold. Der Preis für Silber stieg im Jahr 2025 um fast 150 Prozent und ist in diesem Jahr um weitere 38 Prozent gestiegen.

Bei vielen Investoren gelten Edelmetalle – insbesondere Gold – als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist auch ein bedeutendes Industriemetall, das für viele Anwendungen im Bereich KI, Robotik und Energie benötigt wird.

dpa