Sein Konzern ist Treiber wie Profiteur von Künstlicher Intelligenz. Google-Chef Sundar Pichai hält das in Europa angestrebte Regelwerk für gelungen. Es reiche aber nicht aus.
Google-Chef für globales KI-Regelwerk

Der Vorstandschef des Google-Mutterkonzerns Alphabet, Sundar Pichai, hält ein weltweites Regelwerk für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für notwendig. «Wir brauchen internationale Regeln für die künstliche Intelligenz. Deshalb sollten wir über ein transatlantisches Rahmenwerk nachdenken, oder noch besser: ein globales Rahmenwerk», sagte Pichai der «Süddeutschen Zeitung».
Lob für KI-Gesetz der EU
Der Unternehmenschef begrüßte das geplante KI-Gesetz der Europäischen Union. «Der AI Act schafft in seiner jetzigen Form ein gutes Gleichgewicht zwischen Innovation und verantwortungsvollen Schutzmaßnahmen. Dieses Gleichgewicht sollte auf dem Weg durch den weiteren Gesetzgebungsprozess bewahrt bleiben», sagte Pichai.
Die Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Länder haben sich im Dezember nach langen Verhandlungen auf eine Regulierung von KI geeinigt. Anfang Februar haben auch die Vertreter der EU-Staaten dem Vorschlag zugestimmt. Jetzt fehlt nur noch die Billigung des EU-Parlaments.
Verschiedene Risikogruppen für KI-Systeme
In Zukunft sollen KI-Systeme in unterschiedliche Risikokategorien eingestuft werden. Je größer die potenziellen Risiken einer Anwendung sind, desto strenger sollen die Anforderungen sein. Es wird gehofft, dass die Regeln weltweit Anklang finden.
Auf die Frage, ob nicht viele Arbeitsplätze durch Künstliche Intelligenz verschwinden werden, antwortete Pichai: «Zunächst einmal glaube ich, dass künstliche Intelligenz neue Arbeitsplätze schaffen wird.» So werde man zum Beispiel Menschen brauchen, «die den großen Sprachmodellen die richtigen Fragen stellen.
Eine ganz neue Art von Berufen wird entstehen. Bestimmte Arbeitsplätze werden jedoch auch verdrängt. Daher ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft an der Qualifizierung arbeiten und sicherstellen, dass Menschen bei Bedarf umgeschult werden. Es ist notwendig, Sicherheitsnetze einzurichten.“








