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Google meldet Insolvenz an

Seit Monaten stand Google unter Druck, doch nun ist es offiziell: Das Unternehmen ist gezwungen, Insolvenz anzumelden!

MOUNTAIN VIEW, CA/USA - FEBRUARY 1, 2014: Exterior view of a Google's Googleplex Corporate headquarters. Google is an American multinational corporation specializing in Internet-related services and products.
Foto: depositphotos

Die Suchmaschine ist seit dem 27. September 1998 online und zählt heute zur erfolgreichsten und größte Suchmaschine weltweit. Mit einem Suchmaschinen-Marktanteil von 83,6% bei der Desktop-Suche und 96,5% bei der mobilen Suche ist Google sowohl für den Nutzer, als auch für Webseitenbetreiber das Maß aller Dinge.

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Schon seit Monaten stand Google unter Druck. Aufgrund der aktuellen Lage in der Ukraine, weigerte sich das Unternehmen Inhalte zu löschen, welche der Kreml als illegal einstufte. Zudem schränkte Google auf YouTube die Profile vieler russischer Staatsmedien weltweit ein.

Die Situation spitzte sich zu

Schon im März leiteten russische Behörden eine mögliche Sperrung des US-Konzerns Google und seiner Videoplattform YouTube ein. Mit der Begründung, dass sie russische Medienaufsichtsbehörde Google „terroristische Aktivitäten“ vorwarf.

Die Plattform ließ damals zu, dass YouTube-Nutzer Werbung mit Aufrufen zur „Unterbrechung des Bahnverkehrs zwischen Russland und Belarus“ teilten. Diese Aktivitäten seien Russland nach terroristischer Natur und bedrohen das Leben der russischen Bürger.

Einem Fernsehsender zufolge, der einem sanktionierten russischen Unternehmer gehört, hatten Gerichtsvollzieher daraufhin eine Milliarde Rubel (15 Millionen Dollar) von Google beschlagnahmt. Mit dem Grund: Das Unternehmen habe den YouTube-Account des Geschäftsmannes nicht wiederhergestellt.

In den Aufzeichnungen russischer Strafbehörden sind laut Reuters zwei Beschlagnahmungen seit Mitte März 2022 aufgeführt. Allerdings seien dort keine Beträge genannt. Ob die Beschlagnahmungen zur Insolvenz beitrugen, sei nicht bekannt.

Google ist pleite

Nachdem Behörden das Bankkonto des Suchmaschinenbetreibers gesperrt haben, muss Google nun Insolvenz in Russland anmelden. Kostenlose Dienste wie die Suche und YouTube werden jedoch nicht abgestellt.

„Die Beschlagnahmung des Bankkontos von Google durch die russischen Behörden macht es für unsere russische Niederlassung unmöglich, weiterzuarbeiten“, berichtete ein Unternehmenssprecher. Man könne weder Mitarbeiter weiter bezahlen, noch finanziellen Verpflichtungen gegenüber Lieferanten nachkommen.

jw
Quellen: t-online, Der Spiegel