Die Fachmarktkette Hammer ist erst seit Herbst 2025 in neuer Hand – nun ist das Unternehmen erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.
Hammer Raumstylisten GmbH meldet Insolvenz an

Die Hammer Raumstylisten GmbH hat beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag eingereicht. In einer Mitteilung wurde erklärt, dass das Ziel die Fortführung und langfristige Stabilisierung des Unternehmens sei. Die Fachmarktkette Hammer, die sich auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisiert hat, gehört zu dem Unternehmen. Es wurde angekündigt, dass der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortgesetzt wird und alle Standorte geöffnet bleiben.
Der Insolvenzantrag wurde aufgrund von Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung nach der Neugründung des Unternehmens im Oktober 2025 gestellt, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Diese Verzögerungen wurden hauptsächlich durch technische Probleme verursacht und führten zu Umsatzausfällen. Mittlerweile seien diese größtenteils behoben, so die Aussage. Rechtsanwalt Stefan Mayer von der Kanzlei Pluta ist vorläufiger Insolvenzverwalter.
Zahlreiche Filialen wurden 2025 geschlossen
Die Handels- und Einrichtungskette Hammer hat nach eigenen Angaben bundesweit 93 Standorte und beschäftigt rund 1.200 Menschen. «Durch die Insolvenz sichern wir die Löhne über das Insolvenzgeld und schaffen einen stabilen Rahmen für die Fortführung», sagte Geschäftsführer Rainer Schrems laut Mitteilung.
Die Hammer-Fachmärkte wurden erst im Herbst von einem Investorenkonsortium übernommen. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines sogenannten Asset-Deals, bei dem die Vermögenswerte auf die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH übergingen.
Der ehemalige Mutterkonzern, die Brüder Schlau Gruppe, beantragte im Juni 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung und wurde dann abgewickelt. Etwa 70 Hammer-Filialen wurden geschlossen und die Großhandelssparte Schlau wurde komplett aufgegeben. Viele Mitarbeiter verloren dadurch ihre Arbeitsplätze.








