Die Heizölpreise sinken aktuell um bis zu 14 Euro, nachdem sie zuvor stark gestiegen sind. Während bundesweit 100 Liter im Durchschnitt 141 Euro kosten, variieren die Preise regional erheblich.
Heizöl: Preise fallen um bis zu 14 Euro

Heizölpreise: Rückgang um bis zu 14 Euro – Kaufentscheidung abwägen
Die Heizölpreise haben am Dienstag einen signifikanten Rückgang verzeichnet. Nach einem rasanten Anstieg in den Tagen zuvor sind die Preise nun wieder deutlich gesunken. Die Frage bleibt: Ist es der richtige Zeitpunkt zu kaufen oder sollte man abwarten?
Aktuell kosten 100 Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt laut dem Heizölportal Tecson 141 Euro. Am Vortag lag der Preis noch bei 155 Euro, was einem Rückgang von 9 Prozent entspricht. Dies könnte für Besitzer von Ölheizungen ein Anlass zur Erleichterung sein.
Preisentwicklung und Marktbedingungen
Der Rückgang der Heizölpreise ist auf die Andeutungen von Donald Trump zurückzuführen, dass ein Ende des Konflikts im Nahen Osten näher rücken könnte. Diese Entwicklungen haben zu einer Entspannung an den internationalen Ölbörsen geführt. Der Preis für die Nordsee-Leitsorte Brent fiel von etwa 120 US-Dollar pro Barrel auf rund 93,9 US-Dollar. Auch die US-Sorte WTI verzeichnete einen Rückgang auf etwa 89,7 US-Dollar pro Barrel. Ölpreise steigen rasant.
Trotz des Preisrückgangs bleibt die Situation angespannt. Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat sich verschärft, wobei beide Seiten Berichten zufolge auch Energieanlagen angreifen. Solche Angriffe können die Rohölversorgung beeinträchtigen und somit schnell die Preise beeinflussen. Super E10 kostet in Deutschland jetzt mehr als zwei Euro.
Regionale Preisunterschiede
Die regionalen Preisunterschiede sind heute besonders auffällig und betragen teilweise bis zu 11 Euro. In Baden-Württemberg liegt der Preis für 100 Liter Heizöl laut der Heizölplattform Esyoil bei 182,74 Euro, während in Mecklenburg-Vorpommern der Preis nur 140,02 Euro beträgt (Stand: 11:00 Uhr).
Allgemein sind die Preise in Nord- und Ostdeutschland höher:
- Mecklenburg-Vorpommern: 140,02 Euro
- Schleswig-Holstein: 139,40 Euro
- Berlin: 139,18 Euro
Im Gegensatz dazu sind die Preise in West- und Süddeutschland günstiger:
- Baden-Württemberg: 128,74 Euro
- Rheinland-Pfalz: 130,09 Euro
- Nordrhein-Westfalen: 130,65 Euro
Die Preisschwankungen sind ebenfalls bemerkenswert. So kosteten 100 Liter Heizöl in Baden-Württemberg am Vortag noch 139,09 Euro, was einem Rückgang von 10,36 Euro entspricht. In Sachsen fiel der Preis um 13,80 Euro, in Brandenburg um 12,27 Euro und in Thüringen um 12,22 Euro. Zuschläge wurden laut Esyoil nicht verzeichnet.
Kaufentscheidung: Abwarten oder sofort handeln?
Die Marktanalysten von Tecson empfehlen, abzuwarten. Die derzeitige Ausnahmesituation am Ölmarkt führt zu starken Preisschwankungen. Ein möglicher Waffenstillstand könnte die Preise weiter sinken lassen, während die Risiken durch den Konflikt im Nahen Osten weiterhin hoch bleiben. Mineralölkonzerne profitieren wohl von der Krise.
Darüber hinaus befindet sich der Markt im März in einer Übergangsphase, da die Heizperiode offiziell am 30. April endet. Wer noch etwa 20 Prozent seines Jahresbedarfs im Tank hat, kann laut Einschätzungen vieler Anbieter die restliche Heizperiode in der Regel überstehen.
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