Deutsche Unternehmen sind ideale Partner für israelische Firmen in Bereichen wie Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz, so Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.
Deutschland und Israel: Partnerschaft für Innovation und Wachstum

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht viel Potenzial zur Zusammenarbeit zwischen israelischen Start-ups und deutschen Firmen. Deutsche Unternehmen seien «ideale Partner» für israelische Firmen, wenn es um Automatisierung und Skalierung gehe, sagte die CDU-Politikerin nach einem Treffen mit dem israelischen Wirtschaftsminister Nir Barkat in Jerusalem. Es bestehe das Potenzial, aus exzellenter Forschung bahnbrechende Anwendungen in den Markt zu bringen. Reiche nannte etwa die Bereiche Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz, Medizintechnik sowie Militär- und Sicherheitsindustrie.
Barkat bezeichnete Deutschland als den besten Partner, den Israel in Europa hat. Israels Ziel sei es, seine Exporte in den nächsten Jahren signifikant zu erhöhen. Barkat hob die Widerstandsfähigkeit der israelischen Wirtschaft nach dem Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023 hervor.
Reiche ist seit Montagabend in Israel. Erst vor kurzem war Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Besuch in Jerusalem. Dabei ging es vor allem um die weiteren Friedensbemühungen nach der Waffenruhe im Gaza-Krieg. Die israelische Regierung war wegen des militärischen Vorgehens im Gaza-Streifen international massiv in die Kritik geraten.
Wichtigster Handelspartner in der EU
„Bei Reiche geht es vor allem um den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. Deutschland ist Israels wichtigster Handelspartner in der EU. Der deutsch-israelische Warenhandel belief sich im vergangenen Jahr auf mehr als 8 Milliarden Euro, im Dienstleistungsbereich kamen laut Ministerium weitere 2,5 Milliarden Euro hinzu.“
Reiche wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet – mit Vertreterinnen und Vertretern von Rüstungskonzernen, aber auch von vielen jungen Start-ups, die sich mit Themen wie Drohnenabwehr beschäftigen.
Hightech-Standort
In Jerusalem besuchte Reiche auch einen Technologiepark – und bekam beeindruckende Zahlen präsentiert: Der israelische Hightech-Sektor trage zu mehr als 17 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei, sagte der Chef der «Israel Innovation Authority», Dror Bin. 11,5 Prozent der Beschäftigten arbeite in diesem Sektor. In Deutschland versucht die Bundesregierung gerade, Start-ups besser zu fördern und ihnen einen besseren Zugang zu Kapital zu verschaffen.
Ich präsentierte eine weitere Tabelle zum Kapital für Technologieunternehmen weltweit: An erster Stelle mit großem Abstand das Silicon Valley, Israel auf dem fünften Platz – und Berlin abgeschlagen.
Reiche wird sich während ihres bis Mittwoch dauernden Besuchs auch über Israels Erfahrungen bei der Absicherung des Energiesystems gegen Cyberangriffe informieren. Die Bedrohung sei auch in Deutschland real, sagte die Ministerin. Die Intensität von Cyberattacken auf Unternehmen nehme zu.








