US-Präsident Trump droht Frankreich mit einer 100-prozentigen Weinsteuer, falls Paris an seiner Digitalsteuer festhält. Diese Ankündigung könnte die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU stark belasten.
Hohe Zoll-Drohung: Trump setzt Frankreich unter Druck mit Weinsteuer

Trump setzt Frankreich mit drastischen Zöllen auf Wein unter Druck
Eine 100-prozentige Steuer auf französischen Wein steht im Raum, da US-Präsident Donald Trump heute beim G7-Gipfel in Évian eintrifft. Diese drastische Ankündigung fällt in die Zeit der Diskussion um die französische Digitalsteuer, die US-Technologiefirmen belastet.
Ursprung der Zoll-Drohung
Trump betonte, dass die USA „keine andere Wahl“ hätten, sollten die Franzosen an ihrer Digitalsteuer festhalten. In einem Interview erklärte er, dass er Präsident Emmanuel Macron direkt gebeten habe, von Zöllen auf amerikanische Unternehmen abzusehen. Im Falle von weiteren Maßnahmen überlegt er, einen Zoll von 100 Prozent auf Champagner und Wein aus Frankreich zu erheben.
Details zur Digitalsteuer in Frankreich
Seit 2019 erhebt Frankreich eine Digitalsteuer von drei Prozent auf die Einnahmen von digitalen Dienstleistungen, die von Unternehmen mit einem Umsatz von über 25 Millionen Euro in Frankreich und 750 Millionen Euro weltweit erzielt werden. Diese Regelung ist Teil eines anhaltenden Konflikts zwischen den USA und mehreren europäischen Staaten, die ähnliche Steuern eingeführt haben.
Reaktionen und mögliche Handelsfolgen
Die angedrohte Erhöhung der Zölle könnte den Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union neu anheizen. Aktuell liegt der Zollsatz für Weine und Spirituosen, die aus der EU in die USA exportiert werden, bei 15 Prozent. Eine Erhöhung könnte nicht nur Frankreich, sondern auch andere EU-Staaten betreffen, da Handelsfragen in der Verantwortung der EU liegen. Diese Situation könnte zu einer kollektiven Reaktion der Union führen.
Politische Dimensionen der Zoll-Drohung
Trump wies darauf hin, dass es ausreiche, wenn Macron die Mehrwertsteuer abschaffe, um den Druck zu reduzieren. Die offiziellen Reaktionen des Weißen Hauses und des Élysée-Palastes auf diese Drohung stehen bislang aus. Ähnliche Ankündigungen von Trump in der Vergangenheit führten oft nicht zu konkreten Maßnahmen.
Ausblick auf den G7-Gipfel
Der G7-Gipfel in Évian wird durch diese Zoll-Drohung überschattet. Die Diskussionen über Handelsangelegenheiten und digitale Besteuerung könnten von der angespannten Situation zwischen den USA und Frankreich stark beeinflusst werden. Ein endgültiger Beschluss über das EU-US-Zollabkommen, das für 2025 verhandelt wird, steht ebenfalls auf der Agenda.
Quellen: tagesschau, Zoll-Drohung gegen Paris: Trump will Champagner und Wein mit 100 Prozent belasten








