Hohe Bauzinsen und steigende Baupreise führen dazu, dass immer weniger Menschen den Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Experten erwarten einen signifikanten Rückgang der Immobilienkäufe in diesem Jahr.
Immobilienmarkt unter Druck: Hohe Bauzinsen bremsen Käufe deutlich

612.000 Immobilienkäufe werden für das Jahr 2026 prognostiziert, was einem Rückgang von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die steigenden Bauzinsen und die allgemeine Teuerung führen dazu, dass immer weniger Menschen in der Lage sind, sich ein Eigenheim zu leisten.
Nachhaltige Kaufzurückhaltung
Die Träume von den eigenen vier Wänden werden für viele Menschen zunehmend unerreichbar. Angesichts der stark gestiegenen Bauzinsen und der Inflation zeigen sich immer mehr potenzielle Käufer zurückhaltend. Das Hamburger Gewos-Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung erwartet, dass die Nachfrage nach Immobilien in diesem Jahr erheblich zurückgehen wird.
Die Gründe für diese Trendwende, die nach zwei Jahren mit steigenden Verkaufszahlen eintritt, sind vielfältig. Der Iran-Krieg hat ein ungünstiges wirtschaftliches Umfeld geschaffen, das die Kaufbereitschaft der Verbraucher beeinflusst.
“Neben den Bauzinsen ziehen auch die Baupreise und die allgemeine Teuerung wieder stärker an”, erklärt Sebastian Wunsch, Immobilienexperte des Gewos-Instituts.
Prognosen für den Immobilienmarkt
Für 2026 wird ein Rückgang der Käufe von Wohnimmobilien, einschließlich Eigenheimen, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern, auf etwa 612.000 erwartet. Dies stellt einen Rückgang von 4,4 Prozent im Vergleich zu 2025 dar. Der Umsatz mit Wohnimmobilien wird voraussichtlich um 2,0 Prozent auf knapp 211 Milliarden Euro sinken. Bei Wirtschaftsimmobilien sind sogar noch größere Rückgänge zu erwarten.
Im zweiten Quartal 2026 habe die Nachfrage nach Wohneigentum bereits “einen erheblichen Dämpfer” erhalten, so Wunsch. Die Anfragen auf Immobilienportalen seien gesunken, während die Vermarktungszeiträume gestiegen sind.
Ein Blick auf die Bauzinsen
Die Hauptursache für die Abkühlung am Immobilienmarkt sind die gestiegenen Kreditzinsen, die durch den Iran-Krieg beeinflusst wurden. Aktuell liegen die Zinsen für Baufinanzierungen mit einer Zinsbindung von zehn Jahren bei etwa 4,25 Prozent jährlich, was den höchsten Stand seit Mai 2011 darstellt.
“Wir nähern uns bei den Bauzinsen langsam den möglichen 4,5 Prozent“, sagt Max Herbst, Gründer der FMH-Finanzberatung.
Da Bauherren und Käufer oft hohe Summen über Kredite finanzieren, können bereits kleine Zinssteigerungen erhebliche Auswirkungen auf ihre Pläne haben. Experten warnen vor weiteren Zinsanstiegen, was die Situation auf dem Immobilienmarkt weiter verschärfen könnte.
Ausblick auf den Wohnungsbau
Die schwachen Verkaufszahlen von Bauland deuten auf mögliche Rückschläge im Wohnungsbau hin. Die Baugenehmigungen, die sich zuletzt stark erholt hatten, könnten wieder sinken.
“Auch mittelfristig sehen wir aktuell nur ein begrenztes Wachstumspotenzial für den deutschen Immobilienmarkt”, so Wunsch.
Quellen: n-tv
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








