Der Halbleiterkonzern bestätigt die ersten Stellenstreichungen. Es geht um Hunderte Jobs. Der Umbau solle allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen.
Infineon streicht Hunderte Jobs in Regensburg

Infineon hat die ersten Stellenstreichungen im Rahmen seines Sparprogramms bestätigt. In Regensburg sollen Hunderte Jobs wegfallen, wie zuvor vom Bayerischen Rundfunk berichtet.
Infineon hat nach enttäuschenden Zahlen seine Prognose für das laufende Jahr reduziert und das Sparprogramm angekündigt – jedoch noch ohne konkrete Details zu nennen.
«Die Belegschaft wurde am 7. Mai darüber informiert, dass die Veränderungen eine mittlere dreistellige Zahl von Arbeitsplätzen in Regensburg betreffen werden», sagte ein Sprecher nun. Der Umbau solle allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen: durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge.
Bisher hat Infineon in Regensburg etwa 3100 Mitarbeiter. Aus Kreisen hieß es, dass vor allem die Produktion vom Jobabbau betroffen sein wird. Der Sprecher betonte, dass Regensburg «weiterhin eine wichtige Rolle als Innovationsstandort» spielen werde.
Die IG Metall kritisierte die Pläne von Infineon: «Wir sind entsetzt und schockiert», sagte der Unternehmensbeauftragte Rico Irmischer. Auch wenn das Management in den vergangenen Monaten schon die Weichen Richtung Sparkurs gestellt habe: «Ein so massiver Kahlschlag trifft alle eiskalt.» Die Gewerkschaft wirft dem Management vor, die Produktion zur Profitmaximierung ins billigere Ausland verlagern zu wollen. Sie fordert vom Vorstand, «die Zahl zurückzunehmen und unverzüglich mit dem Betriebsrat und der IG Metall an den Tisch zu treten».








