Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Infineon steigert Umsatz und Gewinn dank KI-Boom

Infineon konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr steigern, angetrieben von der dynamischen Nachfrage im KI-Bereich.

Infineon-Chef Jochen Hanebeck will die Investitionen beschleunigen. (Archivbild)
Foto: Peter Kneffel/dpa

Der Halbleiterhersteller Infineon profitiert vom KI-Boom. Im ersten Geschäftsquartal konnte der Dax-Konzern trotz eines ansonsten eher verhaltenen Marktumfelds Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern, wie das Unternehmen aus Neubiberg bei München mitteilte. Die «sehr dynamische Nachfrage bei KI» habe Infineon Rückenwind gegeben, sagte Konzernchef Jochen Hanebeck. Er will nun schneller als ursprünglich geplant in diesen Bereich investieren.

Infineon verdiente im ersten Quartal seines Geschäftsjahres, das im Oktober begann, unter dem Strich 256 Millionen Euro. Dies entsprach einem Anstieg um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsätze stiegen im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 3,66 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung wurde nicht nur vom Bereich Power & Sensor Systems, sondern auch von einer Erholung im Automobilbereich, der größten Sparte des Unternehmens, vorangetrieben.

Die Investitionen sollen als Reaktion auf die dynamische Nachfrage im KI-Bereich im laufenden Geschäftsjahr um etwa eine halbe Milliarde höher ausfallen als ursprünglich geplant und bei 2,7 Milliarden Euro liegen. «Ein großer Teil davon entfällt auf einen schnelleren Hochlauf unserer neuen Smart Power Fab in Dresden, die wir bereits im Sommer eröffnen – genau zum richtigen Zeitpunkt!», sagte Hanebeck.

Moderates Wachstum erwartet

Infineon erwartet im laufenden Jahr moderat steigende Umsätze. Der Automobilbereich wird jedoch langsamer wachsen. Eine verhaltene Nachfrage im Bereich Elektromobilität bremst hier. Dagegen wird der Bereich Power & Sensor Systems, zu dem auch die Stromversorgung von Rechenzentren gehört, deutlich schneller als der Konzerndurchschnitt wachsen.

Die Prognose basiert jedoch auf einem Wechselkurs von 1,15 US-Dollar zum Euro. Dies ist etwas niedriger als zuvor. Ein schwächerer Dollar belastet in der Regel das Geschäft von Infineon. Das war auch im letzten Quartal der Fall.

Infineons neuester Zukauf, der noch nicht in der Prognose enthalten ist, wurde am Dienstagabend bekannt gegeben. Der Konzern wird einen Teil des Sensorgeschäfts von ams Osram für 570 Millionen Euro übernehmen.

dpa