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ING Deutschland gewinnt neuen Chef von Deutscher Bank

Die Direktbank mit rund neun Millionen Kunden hierzulande bekommt einen neuen Vorstandschef. Er kommt vom Branchenführer.

Lars Stoy, Deutschlandchef der Privatkundensparte der Deutschen Bank, soll neuer Vorstandschef der ING Deutschland werden. (Archivbild)
Foto: Postbank/dpa

Die Direktbank ING Deutschland hat einen neuen Chef von der Deutschen Bank eingestellt. Lars Stoy (52), der zuletzt das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank im Heimatmarkt leitete, wird ab Anfang 2025 die Direktbank leiten, teilte die ING Deutschland in Frankfurt mit. Er tritt die Nachfolge des amtierenden Chefs Nick Jue (59) an, der nach über sieben Jahren an der Spitze beschlossen hat, in seine niederländische Heimat zurückzukehren.

Laut der Deutschen Bank ist Stoy seit Mai 2021 Leiter der Privatkundenbank in Deutschland. Er ist für das breite Privatkundengeschäft der Deutschen Bank und der Postbank sowie das Geschäft mit vermögenden Kunden im Private Banking und Wealth Management verantwortlich. Der Wechsel zur ING Deutschland, die zum niederländischen Finanzkonzern ING gehört, bedeutet für Stoy einen Karriereschritt, da das Unternehmen mehr als neun Millionen Kunden hat.

Stoy seit 16 Jahren bei der Deutschen Bank

Der Manager arbeitet seit 16 Jahren für den Deutsche-Bank-Konzern. Laut Claudio de Sanctis, Privatkundenvorstand der Deutschen Bank, hat Stoy das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank und der Postbank in Deutschland über viele Jahre maßgeblich beeinflusst, so eine Mitteilung.

Bei der Deutschen Bank soll nun Dominik Hennen direkt an de Sanctis berichten, wie es weiter hieß. Die Nachfolge im Bereich Private Banking & Wealth Management Germany werde noch bekanntgegeben. Über die Personalie Stoy hatte zuvor das «Handelsblatt» berichtet. 

Die ING Deutschland verliert zugleich ihren Privatkundenvorstand Daniel Llano (49), wie sie weiter mitteilte. Er wechselt nach «Handelsblatt»-Informationen zur US-Großbank JP Morgan und soll dort den Marktstart im deutschen Privatkundengeschäft vorantreiben. 

dpa