Berlin wird im September wieder zum internationalen Zentrum der Mobilitätsbranche. Vom 22. bis 25. September 2026 öffnet die InnoTrans ihre Tore. Bei der Weltleitmesse für Verkehrstechnik stehen diesmal vor allem künstliche Intelligenz, neue Bahntechnik, Elektrifizierung, Digitalisierung und autonomer Verkehr im Mittelpunkt. Die Nachfrage ist gewaltig: Die Messe ist bereits ausgebucht.
InnoTrans 2026 in Berlin: Hier wird die Zukunft von Bahn und Mobilität gezeigt

InnoTrans 2026 kommt nach Berlin
Vom 22. bis 25. September 2026 trifft sich die internationale Verkehrsbranche auf dem Berliner Messegelände. Die InnoTrans gehört zu den weltweit bedeutendsten Fachmessen für Verkehrstechnik und bringt Hersteller, Verkehrsunternehmen, Technologieanbieter, Politik und Fachleute aus zahlreichen Ländern zusammen.
Für die InnoTrans ist 2026 zudem ein besonderes Jahr: Die Veranstaltung feiert ihr 30-jähriges Bestehen. Seit der ersten Ausgabe hat sich die Messe zu einem internationalen Treffpunkt für die Bahn- und Mobilitätsbranche entwickelt.
Die Dimensionen sind enorm. Allein der Bereich Railway Technology umfasst 2026 mehr als 1.200 Aussteller aus Europa, Asien, Afrika, Australien und Nordamerika.
Messe ist bereits ausgebucht
Wie groß das Interesse an der diesjährigen InnoTrans ist, zeigt sich bereits Wochen vor der Eröffnung: Die Ausstellungsflächen sind ausgebucht. Unternehmen, die sich jetzt noch anmelden wollen, werden auf eine Warteliste gesetzt.
Damit dürfte Berlin Ende September erneut zum Schaufenster für zahlreiche Technologien werden, die den öffentlichen Verkehr und insbesondere den Schienenverkehr in den kommenden Jahren verändern könnten.
Künstliche Intelligenz wird zum großen Thema
Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 auf künstlicher Intelligenz und Automatisierung.
Im AI Mobility Lab präsentieren Unternehmen Technologien aus den Bereichen KI-basierte Mobilität, Cybersecurity, Datenschutz und Robotik.
Damit reagiert die InnoTrans auf eine Entwicklung, die längst auch die Verkehrsbranche erreicht hat. KI kann beispielsweise bei der Wartung von Fahrzeugen und Infrastruktur, der Analyse großer Datenmengen oder der Optimierung von Verkehrsabläufen eingesetzt werden.
Auch autonomer öffentlicher Personennahverkehr und Cybersecurity gehören zu den zentralen Zukunftsthemen der diesjährigen Messe.
Elektrifizierung der Bahn nimmt weiter Fahrt auf
Gleichzeitig bleibt klassische Bahntechnik das Herzstück der InnoTrans.
Im Bereich Railway Technology stehen 2026 insbesondere Elektrifizierung, Digitalisierung und alternative Antriebstechnologien im Mittelpunkt.
Rund 60 neue Aussteller aus dem Bereich Elektrotechnik kommen hinzu. Präsentiert werden unter anderem leistungsfähige Batteriesysteme, neue Lösungen für die Leistungselektronik und moderne Dateninfrastrukturen.
Gerade bei Bahnstrecken, die noch nicht vollständig elektrifiziert sind, gewinnen alternative Antriebssysteme zunehmend an Bedeutung.
Mobilität endet nicht am Bahnhof
Mit dem Bereich Mobility+ richtet die InnoTrans den Blick auch über klassische Bus- und Bahnangebote hinaus.
Hier präsentieren Unternehmen Lösungen, mit denen verschiedene Verkehrsmittel miteinander verbunden werden können. Das Ziel: Reisende sollen möglichst einfach vom Zug auf andere Mobilitätsangebote wechseln können.
Zu den Ausstellern 2026 gehören unter anderem MOIA, Siemens Mobility, SNCF Connect & Tech, Via Technologies Europe und weitere Technologie- und Mobilitätsunternehmen.
Große Namen der Bahnbranche treffen sich in Berlin
Auch die Eröffnung zeigt die internationale Bedeutung der Veranstaltung.
Zur Eröffnungsveranstaltung werden mehr als 1.000 Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erwartet.
Angekündigt sind unter anderem EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas, Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla, Siemens-Mobility-Chef Michael Peter, Alstom-Chef Martin Sion und Škoda-Group-Chef Petr Novotny.
Die Eröffnung steht unter dem Titel „Mobility on a global scale – Shaping projects and growth opportunities“.
Damit rückt auch die Frage in den Mittelpunkt, wie die weltweit wachsende Nachfrage nach moderner und leistungsfähiger Verkehrsinfrastruktur bewältigt werden kann.
Züge werden auf dem Berliner Messegelände zum Ausstellungsstück
Eine Besonderheit der InnoTrans ist das Frei- und Gleisgelände. Anders als bei vielen klassischen Fachmessen können dort komplette Schienenfahrzeuge präsentiert werden.
Damit können Besucher neue Züge, Lokomotiven und andere Fahrzeuge unmittelbar vor Ort erleben.
Die Dimension der ausgestellten Fahrzeuge stellt selbst die Messeorganisation vor besondere Herausforderungen. Bereits mehrere Tage vor der Veranstaltung müssen die großen Gleisexponate auf ihre vorgesehenen Positionen rangiert werden.
Fachkräftemangel trifft auf neue Technologien
Neben Klimaschutz und Digitalisierung beschäftigt die Verkehrsbranche ein weiteres großes Problem: der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern.
Automatisierung, künstliche Intelligenz und Robotik könnten deshalb künftig eine immer größere Rolle spielen. Dabei geht es nicht zwangsläufig darum, Menschen zu ersetzen. Viele Technologien sollen Mitarbeiter vielmehr bei wiederkehrenden Tätigkeiten unterstützen und Arbeitsabläufe effizienter gestalten.
Gerade Wartung, Infrastrukturüberwachung und Verkehrssteuerung bieten dafür zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.
Nachtzüge feiern ihr Comeback
Auch der internationale Nachtzugverkehr spielt bei der InnoTrans 2026 eine wichtige Rolle.
Nachdem Nachtzüge lange Zeit als Auslaufmodell galten, investieren Bahnunternehmen inzwischen wieder stärker in entsprechende Verbindungen und Fahrzeuge. Besonders auf internationalen Strecken können Nachtzüge eine Alternative zu Kurzstreckenflügen darstellen.
Die Entwicklung neuer Fahrzeuge und Komfortkonzepte dürfte deshalb ebenfalls Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Vier Tage dreht sich in Berlin alles um Mobilität
Die InnoTrans 2026 findet von Dienstag, 22. September, bis Freitag, 25. September, auf dem Gelände der Messe Berlin statt.
Von Dienstag bis Donnerstag ist die Fachmesse jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Am Freitag endet die Veranstaltung um 16 Uhr. Der Zugang ist Fachbesuchern vorbehalten.
Neben den Ausstellungen gehören die InnoTrans Convention, das AI Mobility Lab, Mobility+, das Bus Display und zahlreiche Fachveranstaltungen zum Programm.
Wenn sich im September die Türen öffnen, geht es deshalb längst nicht mehr ausschließlich um neue Züge. In Berlin wird gezeigt, wie Bahn, Bus, künstliche Intelligenz, Automatisierung und digitale Mobilitätsangebote künftig zusammenspielen könnten.








