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Innovative Geschäftsideen: Welche Gründer überzeugen in der fünften Folge?

In der aktuellen Folge von „Die Höhle der Löwen“ präsentieren Gründer innovative Lösungen: eine natürliche Botox-Alternative, ein smartes Medikamentenmanagement und nachhaltige Beautyprodukte. Fünf Pitches zeigen, wie Mut und Kreativität auf den Weg zu Millionendeals treffen.

Von Botox ohne Nadel bis Kaffee ohne Bohne
RTL / Stefan Gregorowius

In der fünften Episode von „Die Höhle der Löwen“ treffen Beauty-Innovationen auf Gesundheits-Technologien, alltägliche Herausforderungen auf nachhaltige Lösungen und Mut auf lukrative Deals. Eine ehemalige Kriminalpolizistin präsentiert ihre „Botox-Alternative“ und bringt ein profitables Geschäft im Wert von zwei Millionen Euro mit. Ein Leipziger Gründerteam möchte mit einer intelligenten Medikamentenbox Millionen von Familien unterstützen. Im Battle-Pitch fließen Tränen, und ein Löwe rät dem Gewinner unmissverständlich zum Aus. Zudem wird ein Spray gegen Laufmaschen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit vorgestellt, sowie eine 18-jährige Gründerin, die Kaffee neu interpretiert – ganz ohne Bohnen. Fünf Pitches, große Visionen, kritische Fragen und die entscheidende Frage: Wer erhält den Deal?

After Inject aus Berlin
Laura Valentin (29)
Angebot: 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile
Löwen: Dagmar Wöhrl, Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen

Vom Polizeidienst in die Welt der Schönheit: Laura Valentin (29) hat ihren sicheren Job als Kriminalpolizistin aufgegeben, um ein eigenes Kosmetik-Start-up zu gründen. Ihre Mission ist es, eine natürliche Alternative zu Botox anzubieten. Mit ihrem Unternehmen After Inject präsentiert sie in der Höhle ein Natur-Botulinum-Serum, das Falten sichtbar reduzieren soll – ganz ohne Spritzen. Die Gründerin setzt auf einen eigens entwickelten Wirkstoffkomplex aus drei Komponenten, die die Haut glätten und straffen sollen. Eine Wirksamkeitsstudie soll die Effekte belegen. Die Anwendung ist einfach, das Versprechen groß und die Zahlen beeindruckend: Im vergangenen Jahr erzielte Laura mit ihrer Anti-Aging-Linie einen Umsatz von rund zwei Millionen Euro, und das profitabel. Der Verkauf erfolgt hauptsächlich online über den eigenen Shop und Plattformen wie Amazon. Doch in der Höhle zählt nicht nur der Umsatz. Die Löwen stellen kritische Fragen: Wie tief ist Lauras Produktwissen wirklich? Wie belastbar ist das Konzept hinter der „natürlichen Botox-Alternative“? Und kann sie ihr stark marketinggetriebenes Geschäft langfristig erfolgreich weiterentwickeln? Für 200.000 Euro bietet die Gründerin zehn Prozent ihrer Firma an und hofft, mit einem Deal den nächsten Wachstumsschritt zu erreichen. Kann Laura Valentin die Löwen mit ihrer Kombination aus Performance-Marketing und Beauty-Innovation überzeugen?

ANABOX smart aus Leipzig
Chris Walter (34), Robert Gühne (34), Daniel Böber (34) und Jürgen Burkert (66)
Angebot: 180.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile
Löwen: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen

Für viele Familien ist es eine ständige Sorge: Nimmt Oma wirklich ihre Medikamente – und zwar richtig? Was passiert, wenn eine Dosis vergessen wird? Genau dieses Problem treibt die Gründer von ANABOX smart an. Robert Gühne (34), Chris Walter (34), Daniel Böber (34) und Jürgen Burkert (66) präsentieren einen Medikamentenspender, der nicht nur den Alltag älterer Menschen erleichtern soll, sondern auch Angehörigen ein Stück Sicherheit zurückgibt. „Wir wollen älteren Menschen helfen, länger selbstständig zu leben“, ist das Ziel der Gründer. Sie sprechen damit ein Thema an, das Millionen Familien betrifft. Das System funktioniert denkbar einfach: Die Box blinkt und signalisiert, wann Medikamente eingenommen werden müssen. Sensoren erfassen, ob die Entnahme tatsächlich erfolgt ist. Über eine App können Angehörige in Echtzeit nachvollziehen, ob alles planmäßig läuft und werden automatisch benachrichtigt, wenn eine Dosis vergessen wird. Besonders praktisch: Das Gerät funktioniert komplett eigenständig ohne WLAN oder komplizierte Einrichtung durch die Nutzer selbst – ein entscheidender Vorteil für die ältere Zielgruppe. Die gesellschaftliche Relevanz ist hoch: Laut der Weltgesundheitsorganisation nimmt etwa die Hälfte aller Patienten ihre Medikamente nicht korrekt ein. Mit ANABOX smart wollen die Gründer dieses Problem gezielt angehen und gleichzeitig Angehörige entlasten. Für 180.000 Euro bieten sie 15 Prozent ihres Unternehmens an und hoffen auf einen starken Vertriebspartner, um ihr Produkt erfolgreich im Markt zu etablieren. Erkennen die Löwen das Potenzial der smarten Medikamentenhilfe?

Battle-Pitch
Brot Stöcki aus Hagen
Christian Nowak (41)
Angebot: 10.000 Euro für 13 Prozent der Firmenanteile
Butteboard aus Wipperfürth
Daniel Muntean (44)
Angebot: 30.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile
Löwen: Judith Williams, Janna Ensthaler, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Gastlöwe Christian Miele

Eine möglicherweise falsche Entscheidung? In der fünften Folge steht erneut ein Gründer-Battle an: Im 60-Sekunden-Pitch tritt Christian Nowak (41) mit seinem Produkt Brot Stöcki gegen Daniel Muntean (44) und sein Butterboard an. Während der Verlierer den Tränen nahe ist, atmet der Gewinner erleichtert auf. Doch die Euphorie verpufft schnell. Tech-Investor Frank Thelen findet klare Worte für das Siegerprodukt und rät dem Gründer, es sofort einzustellen. Haben die Investoren im Battle auf den falschen Gründer gesetzt?

Nylam aus Heilbronn
Arta Klimenta (32) und Mergim Klimenta (34)
Angebot: 100.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile
Löwen: Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel

Ein kleiner Riss, ein unglücklicher Moment und schon ist sie da: die Laufmasche. Für viele Frauen ein alltägliches Ärgernis, das nicht nur Nerven kostet, sondern auch für tonnenweise Müll sorgt. „Strumpfhosen werden millionenfach verkauft und ebenso schnell wieder weggeworfen. Das müssen wir ändern“, erklären Arta und Mergim Klimenta. Das Ehepaar möchte ein scheinbar banales Produkt neu denken und präsentiert mit Nylam in der Höhle eine Lösung, die Strumpfhosen deutlich widerstandsfähiger machen soll. Ihre Idee: ein spezielles Spray, das die feinen Fasern von Strumpfhosen stärkt und so vor Beschädigungen schützt. Die Anwendung ist einfach: Aufsprühen, trocknen lassen und schon sollen die Textilien robuster gegenüber Reibung und kleinen Belastungen sein. Der Effekt wird direkt vor den Löwen demonstriert: Während unbehandelte Strumpfhosen bereits bei leichter Beanspruchung reißen, zeigt sich die behandelte Variante deutlich widerstandsfähiger. Neben dem praktischen Nutzen sehen Arta und Mergim vor allem einen nachhaltigen Ansatz: Weniger kaputte Strumpfhosen bedeuten auch weniger Ressourcenverbrauch und weniger Abfall. Doch reicht ein cleveres Produkt allein aus? Die Löwen hinterfragen vor allem das Geschäftsmodell und die Vermarktungsstrategie. Für 100.000 Euro bieten die Gründer 30 Prozent ihres Unternehmens an und hoffen, gemeinsam mit einem Investor den Weg in den Massenmarkt zu schaffen. Kann aus einem Alltagsproblem ein Millionenbusiness entstehen?

ROOTERY Coffee aus A-Reitdorf bei Salzburg
Angelina Widmann (18)
Angebot: 85.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile
Löwen: Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel

Eine echte Überfliegerin in der Höhle: Bereits mit 17 gegründet, Studium parallel zum Abitur – und jetzt steht sie mit gerade einmal 18 Jahren vor den Löwen. Angelina Widmann scheut keine Herausforderung! ROOTERY Coffee heißt ihr Produkt: der erste Kapselkaffee ganz ohne Bohnen. Denn für die angehende Abiturientin steht fest: Klassischer Kaffee passt für sie nicht mehr in eine nachhaltige und faire Welt. Zu groß seien die ökologischen Belastungen durch lange Transportwege, zu kritisch die sozialen Bedingungen beim Anbau. „Für mich ist das nicht nur eine Kapsel – es ist eine Revolution, die in meinem Kinderzimmer begonnen hat und jetzt groß werden soll“, sagt die Gründerin. Stattdessen kommt geröstetes Wurzelgranulat in die Tasse. Die geröstete Zichorienwurzel soll ein kaffeeähnliches Aroma liefern, ist koffeinfrei und enthält zudem Ballaststoffe sowie Antioxidantien. Der Herstellungsprozess ist dabei bewusst nachhaltig gestaltet: kurze Transportwege, pflanzlicher Rohstoff aus Europa und kompostierbare Kapseln. Zusätzlich verfolgt das Start-up einen sozialen Ansatz. Pro verkaufte Packung wird eine Mahlzeit für ein Kind in Not finanziert. Kann die Jung-Unternehmerin beim Löwenrudel auch geschmacklich überzeugen? Für 85.000 Euro bietet Angelina 25 Prozent ihres Unternehmens an und hofft auf einen Partner, der ihre Vision groß macht.

Die Höhle der Löwen, Folge 5 am 23. März, 20:15 Uhr bei VOX und ab dem 16. März vorab auf RTL+

Bildquelle: RTL / Stefan Gregorowius

Ronny Winkler