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Intersport-Chef hofft auf Verkaufsboom durch Sportevents

Das Sportjahr 2024 wird ereignisreich: Gleich vier Events finden in Deutschland und Nachbarländern statt. Doch nicht nur bei vielen Fans schlagen die Herzen höher.

Intersport hofft 2024 auf gute Geschäfte.
Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Handball, Eishockey, Fußball, Olympia: Intersport erhofft sich von den großen Sportereignissen in diesem Jahr einen Boom. «Es ist schon toll, dass man vier so große Events hat in einem Jahr», sagte der Chef des Händlerverbunds, Alexander von Preen, der Deutschen Presse-Agentur in Heilbronn.

Solche Großereignisse würden breite Bevölkerungsschichten erreichen. «Und das stimmt uns positiv, dass die Wahrnehmung für Sport und das Sporttreiben nach der Pandemie weiter zunehmen wird – und dann auch der Verkauf von Sportartikeln».

Das Jahr 2024 im Bereich Sport wird viele Ereignisse bringen: Im Januar findet hierzulande die Handball-Europameisterschaft der Herren statt. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft spielt im Mai in Prag und Ostrava (Tschechien) um den Titel des Weltmeisters. Im Sommer finden die Fußball-Europameisterschaft der Männer, ebenfalls in Deutschland, und die Olympischen Spiele in Paris statt.

Das Abschneiden des DFB-Teams

Dem Abschneiden des kriselnden DFB-Teams vor heimischen Fans blickt Intersport-Chef von Preen gelassen entgegen: «Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt», sagte er. «Wenn sie ins Endspiel kommen oder sogar Europameister werden, dann wird das für uns automatisch ein Konjunkturhype. Wenn nicht, dann bleibt alles so, wie es ist.» Das Thema Merchandising – also zum Beispiel der Verkauf von Fanartikeln und Trikots – verliere seit zehn Jahren ohnehin an Bedeutung, weil Hersteller die Produkte zunehmend direkt vermarkteten.

Die Nationalmannschaft unter der Leitung von Bundestrainer Julian Nagelsmann steckt seit langem in einer ernsthaften sportlichen Krise. Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften unter Nagelsmanns Vorgängern Joachim Löw und Hansi Flick war jeweils nach der Vorrunde Schluss. Bei der EM 2021 erreichte die DFB-Auswahl unter Löw nur mit Mühe das Achtelfinale.

Umsatzziele nicht gefährdet

Der Intersport-Chef rechnete darüber hinaus damit, dass beispielsweise der anhaltende Outdoor-Trend sowie die hohe Nachfrage nach Artikeln für Mannschafts- und Laufsport das Geschäft stützen werden. Er bestätigte auch die langfristigen Ziele für den Umsatz – trotz der Insolvenz des größten deutschen Genossenschaftsmitglieds SportScheck. «Wir sehen die Wachstumsprognose aktuell nicht gefährdet», sagte von Preen.

Intersport strebt bis 2030 an, seinen Umsatz in Deutschland auf rund sechs Milliarden Euro zu erhöhen – und somit einen Marktanteil von etwa 30 Prozent zu erreichen. Bis 2026 plant der Verbund ein jährliches Wachstum von über fünf Prozent anzustreben. Intersport umfasst deutschlandweit etwa 800 Händler und Händlerinnen mit insgesamt mehr als 1400 Geschäften. Davon tragen über 400 den Namen Intersport.

Das Geschäftsjahr von Intersport entspricht nicht dem Kalenderjahr, sondern dauert von Anfang Oktober bis Ende September. Im Jahr 2021/22 betrug der Umsatz des Händlerverbunds rund 3,3 Milliarden Euro. Von Preen erwartete man zuletzt einen Umsatzanstieg von mehr als fünf Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Deutschlandzentrale von Intersport wird Ende Januar weitere Informationen zu den genauen Zahlen bekanntgeben.

dpa