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Deutsche zeigen gesteigerte Kauflaune, Experten sehen positive Entwicklung

Sinkende Inflationsraten und Lohnzuwächse stärken die Kaufkraft. Unsicherheit bremst größere Anschaffungen, Zukunftsperspektiven fehlen. Konsumenten erwarten verbesserte Konjunktur.

Die Konsumstimmung der Deutschen hat sich erneut verbessert.
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die Stimmung der deutschen Verbraucher verbessert sich wieder. Laut einer neuen Studie zum Konsumklima in Deutschland, die von den Nürnberger Forschungsinstituten GfK und NIM durchgeführt wurde, steigen die Einkommenserwartungen und die Sparneigung nimmt deutlich ab. Dies ist bereits das vierte Mal in Folge, dass sich die Konsumstimmung verbessert hat. Der Indikator stieg von minus 24 Punkten auf minus 20,9. Im langfristigen Vergleich bleibt die Position jedoch weiterhin schwach. Vor der Corona-Pandemie lag das Konsumklima im Durchschnitt bei etwa plus 10 Punkten.

«Sinkende Inflationsraten in Verbindung mit ansehnlichen Lohn- und Gehaltszuwächsen stärken die Kaufkraft der Verbraucher», sagte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. «Dies hat zum einen eine stimulierende Wirkung auf die Einkommenserwartungen und verringert zum anderen die Verunsicherung der Konsumenten, die in den Vormonaten auch in der vergleichsweise hohen Sparneigung zum Ausdruck kam», betonte er. Allerdings ist die Neigung zu größeren Anschaffungen noch immer gebremst und auch zuletzt nur leicht um 0,3 Punkte im Vergleich zum Vormonat gestiegen.

Es sei davon auszugehen, dass die Konsumenten noch immer verunsichert seien, es fehlten klare Zukunftsperspektiven. Dies führe zu weniger Planungssicherheit bei Anschaffungen. «Nur wenn für die Menschen diese Sicherheit zurückkehrt, werden sie auch bereit sein, ihre steigende Kaufkraft wieder in größere Anschaffungen zu investieren», sagte Bürkl.

Die Deutschen haben jedoch viel Vertrauen in eine sich verbessernde Konjunktur. Die Erwartungen zur Konjunktur sind im Mai um neun Punkte gestiegen und damit deutlich angestiegen.

Die Umfrage wurde zwischen dem 2. und 13. Mai an etwa 2000 Personen durchgeführt. Das Konsumklima von GfK und NIM ist Bestandteil einer europaweiten Studie im Auftrag der EU-Kommission zur Verbraucherstimmung.

dpa