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Energiewende: KfW rechnet mit steigender Nachfrage nach Heizungsförderung

Die staatliche Förderbank KfW verzeichnet eine hohe Nachfrage nach Fördergeld für den Austausch alter Gas- und Ölheizungen gegen klimafreundlichere Alternativen. Die Förderung ist ein wichtiger Baustein der Energiewende im Gebäudesektor.

Bis Ende Mai sagte die KfW rund 34.000 Zuschussanträge mit einem Gesamtvolumen von 507 Millionen Euro zu.
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die staatliche Förderbank KfW rechnet mit steigender Nachfrage nach Fördergeld für den Austausch alter Gas- und Ölheizungen gegen klimafreundlichere Alternativen. «Wir sind erst in der zweiten Phase. Unsere Zahlen zeigen, dass die Förderung gut ankommt», sagte die für das Fördergeschäft im Inland zuständige KfW-Vorständin Katharina Herrmann in Frankfurt am Main.

Bis zum Ende des Monats Mai (31.5.) hat die KfW daher etwa 34.000 Zuschussanträge mit einem Gesamtvolumen von 507 Millionen Euro genehmigt. Besonders gefragt waren Wärmepumpen mit zwei Dritteln aller neuen Anlagen, Biomasseheizungen erreichten 22 Prozent, gefolgt von Solarthermie. Die Heizungsförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende im Gebäudesektor, der rund ein Drittel der CO2-Emissionen verursacht, sagte Herrmann.

Seit dem 27. Februar können Eigentümer von bestehenden Einfamilienhäusern, die selbst darin wohnen, staatliche Fördermittel beantragen, um alte Gas- und Ölheizungen gegen umweltfreundlichere Alternativen auszutauschen. Ab dem 28. Mai gilt dies auch für private Eigentümer von Mehrfamilienhäusern – also Vermieter – sowie Wohnungseigentümergemeinschaften mit Zentralheizung.

Herrmann berichtete, dass sich mit der zweiten Stufe die Anzahl der Anträge pro Woche verdoppelt habe. Im August können private Vermieter von Einfamilienhäusern sowie Wohnungseigentümergemeinschaften, die ihre Heizung erneuern möchten, Anträge stellen. Auch Kommunen und Unternehmen sind dann antragsberechtigt.

Maximal 70 Prozent an Förderung möglich

Es ist möglich, bis zu 70 Prozent Förderung zu erhalten – abhängig von den Voraussetzungen. Jeder, ob Wohn- oder Geschäftsgebäude, kann mit 30 Prozent rechnen. Zusätzlich gibt es verschiedene Boni, die miteinander kombiniert werden können. Dazu gehören ein Einkommensbonus und ein Geschwindigkeits-Bonus bis 2028 von 20 Prozent für den frühzeitigen Austausch alter Gas- und Ölheizungen sowie von Nachtspeicherheizungen und alten Biomasseheizungen für selbstnutzende Eigentümer. Für Wärmepumpen, die Wasser, Erdreich oder Abwasser als Wärmequelle nutzen oder ein natürliches Kältemittel verwenden, gibt es einen Effizienz-Bonus von 5 Prozent.

Hausbesitzer, die eine Zusage für den Heizungstausch von der KfW erhalten haben, können auch einen zinsgünstigen KfW-Förderkredit bei einer Institution beantragen – normalerweise bei der Hausbank.

«Die Ausstattung mit Fördermitteln wird von uns als ausreichend angesehen», sagte Herrmann. Für das laufende Jahr sind laut Bundeswirtschaftsministerium rund 16 Milliarden Euro für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vorgesehen, die aber auch andere Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung von Dächern oder den Austausch von Fenstern umfasst.

dpa