Im ersten Halbjahr 2024 wurden 19.500 Beschwerden eingereicht, vor allem wegen Zugausfällen und Flugverspätungen. Die Schlichtungsstelle erwartet insgesamt 42.000 Beschwerden für das Jahr.
Stetiger Anstieg von Beschwerden bei Schlichtungsstelle Reise und Verkehr

Bei Problemen mit Reiseunternehmen haben Verbraucher die Möglichkeit, sich an die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr zu wenden. Laut dem Halbjahresbericht der Schlichtungsstelle wurden allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 19.500 entsprechende Beschwerden eingereicht. Dies entspricht etwa vier Prozent mehr Fällen als im Vorjahreszeitraum.
Mehr Beschwerden im Bahnverkehr
Der Anstieg war hauptsächlich auf eine Zunahme der Beschwerden im Bahnverkehr zurückzuführen. Im ersten Halbjahr wurden rund 3.400 Schlichtungsfälle bei der Stelle registriert, aufgrund von Zugausfällen und Verspätungen. Dies entsprach etwa 1.000 Fällen mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Fast jeder fünfte Antrag bezog sich somit auf den Bahnverkehr.
Die Mehrheit der Beschwerden kam erneut aus dem Bereich der Flugreisen. Fast 81 Prozent der Fälle betrafen annullierte Flüge oder Flugverspätungen. Die Gesamtzahl blieb mit etwa 16.000 Anträgen im Vergleich zum Vorjahr jedoch weitgehend stabil.
Laut der Bilanz gingen die meisten Anträge im Januar ein. Dies sei auf die saisonale Reiseaktivität zur Jahreswende zurückzuführen. Da Reisende ihre Ansprüche zuerst beim entsprechenden Unternehmen geltend machen müssen, dauert es in der Regel einige Wochen, bis die Fälle bei der Schlichtungsstelle eingehen.
Drei Prozent mehr Anträge erwartet
Die Schlichtungsstelle erwartet für das Jahr 2024 insgesamt etwa 42.000 Beschwerden. Dies entspricht ungefähr drei Prozent mehr als im Vorjahr. In vier von fünf Fällen kann eine einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten gefunden werden.
Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr hat in diesem Jahr ihren Namen geändert. Zuvor hieß sie Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP). Seit 2010 beschäftigt sie sich mit Problemen bei Flug-, Bus-, Bahn- und Schiffsreisen.
Unternehmen finanzieren die Schlichtungsstelle
Der Großteil der Fälle betrifft Entschädigungen für Verspätungen oder Ausfälle von Flügen und Bahnfahrten. Etwa 400 Verkehrsunternehmen finanzieren das Schlichtungsverfahren selbst. Konflikte im Zusammenhang mit Bus- und Schiffsreisen stellen regelmäßig den geringsten Anteil aller Fälle bei der Schlichtungsstelle dar.








