United Airlines reagiert auf drastisch gestiegene Kerosinkosten und streicht fünf Prozent seiner Flüge, was etwa 85.000 Verbindungen betrifft. Unprofitable Routen und Nachtflüge sind besonders betroffen, während die Airline auf eine Erholung im Herbst hofft.
Könnten steigende Kerosinpreise das Flugangebot in den USA weiter einschränken?

Die US-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines hat angekündigt, aufgrund der stark gestiegenen Kerosinkosten, die durch den Konflikt im Iran beeinflusst werden, fünf Prozent ihrer Flüge zu streichen. Konzernchef Scott Kirby teilte mit, dass das Unternehmen sich auf einen Ölpreis von bis zu 175 Dollar pro Barrel vorbereitet, der voraussichtlich bis Ende 2027 über der Marke von 100 Dollar bleiben könnte.
Flugstreichungen und betroffene Routen
Insgesamt werden etwa 85.000 Flüge von den jährlich rund 1,68 Millionen Flügen der Airline betroffen sein. Die Streichungen betreffen vor allem unrentable Routen, Nacht- und Wochentagsverbindungen sowie Flüge nach Tel Aviv und Dubai. Der vollständige Flugplan soll voraussichtlich im Herbst wiederhergestellt werden. Ob auch deutsche Flughäfen wie Frankfurt oder München von den Kürzungen betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt.
Finanzielle Auswirkungen und Nachfrage
Kirby wies darauf hin, dass die jährlichen Treibstoffkosten bei anhaltend hohen Preisen um etwa elf Milliarden Dollar steigen würden. Dies entspricht mehr als dem Doppelten des Gewinns, den die Airline im besten Jahr erzielt hat. Trotz des Kostendrucks stellte der Airline-Chef eine robuste Nachfrage im Reiseverkehr fest, wobei die gebuchten Umsätze etwa 20 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Diese Situation wird durch die Entwicklungen in Europa, wie Italien, das Alarm schlägt, weiter beeinflusst.
Preisanpassungen und Marktentwicklung
Diese positive Nachfrage ermöglicht es der Airline, die Ticketpreise zu erhöhen. Dennoch betonte Kirby, dass es unklug sei, auf unrentablen Strecken Geld zu verlieren. Zudem warnte er, dass die hohen Treibstoffpreise auch die Ergebnisse im ersten Quartal belasten könnten und möglicherweise bis ins zweite Quartal Auswirkungen zeigen werden, was auf einen allgemeinen Druck auf die Gewinnmargen der US-Fluggesellschaften hinweist.
„Es ist sinnlos, auf unrentablen Strecken Geld zu verbrennen“, sagte Kirby.
Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Fluggesellschaften in Zeiten steigender Treibstoffpreise stehen, und die Notwendigkeit, sich an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen.
- USA erlauben vorübergehend Kauf von russischem Öl – Ausnahme wegen Energiekrise
- Iran: Öl springt zweistellig – Märkte nervös, Gold gefragt
„`
Bildquelle: Bildquelle: David Syphers auf Unsplash








