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Konjunkturprognose gesenkt: «Wirtschaft angeschlagen»

Die deutsche Wirtschaft kränkelt, heißt es in der Frühjahrsprognose von Wirtschaftsexperten. Was heißt das konkret?

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre neue Konjunkturprognose vorgestellt (Symbolbild).
Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose deutlich gesenkt. Sie sprachen von «Gegenwind» für die deutsche Wirtschaft aus dem In- und Ausland. «Die Wirtschaft in Deutschland ist angeschlagen.»

Die Institute prognostizieren für das laufende Jahr nur noch ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent. Im Herbst hatten sie noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts für 2024 von 1,3 Prozent gerechnet. Die Prognose für das kommende Jahr bleibt mit plus 1,4 Prozent nahezu unverändert.

Erholung im Frühjahr möglich

Die deutsche Wirtschaft kränkele, heißt es in der Frühjahrsprognose. 2023 war die Wirtschaftsleistung in der größten Volkswirtschaft Europas um 0,3 Prozent zurückgegangen. Derzeit bewegt sich die Wirtschaftsleistung laut Instituten auf einem Niveau, das kaum über dem vor der Corona-Pandemie liege. «Seitdem tritt die Produktivität auf der Stelle.»

Laut den Instituten geht eine langwierige konjunkturelle Schwächephase mit nachlassenden Wachstumskräften einher. Obwohl sich ab dem Frühjahr eine Erholung der Konjunktur abzeichnen dürfte, wird die Dynamik insgesamt nicht besonders stark sein. Im aktuellen Jahr wird der private Konsum zur wichtigsten Triebkraft für die Konjunktur, während im nächsten Jahr auch das Auslandsgeschäft zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, das Kiel Institut für Weltwirtschaft, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und das Ifo-Institut in München sind an der sogenannten Gemeinschaftsdiagnose beteiligt.

dpa