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Kraftstoffpreise steigen vor Steuersenkung deutlich an

Die Spritpreise für Benzin und Diesel steigen stark an den Tankstellen, nachdem sie zuvor gesunken waren. Der ADAC meldet einen Rekordanstieg zur Mittagszeit, während die Ölpreise wieder über 100 Dollar pro Barrel liegen.

Tanken: Spritpreise für Benzin und Diesel steigen stark
Bildquelle: engin akyurt auf Unsplash

Die Preise für Benzin und Diesel an den Tankstellen haben einen signifikanten Anstieg verzeichnet, kurz bevor eine geplante Steuersenkung in Kraft tritt. Nach einer zweiwöchigen Phase mit fallenden Preisen meldet der ADAC einen Rekordanstieg zur Mittagszeit.

Preisanstieg zur Mittagszeit

Die Entlastung für Autofahrer scheint vorerst ausgesetzt. Am Donnerstag stiegen die Preise für Super E10 und Diesel in einem ungewöhnlichen Tempo an. Besonders auffällig war der Anstieg zur Mittagszeit:

  • Super E10 verteuerte sich im bundesweiten Durchschnitt um 13,1 Cent pro Liter, was den stärksten Anstieg zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der statistischen Erfassung darstellt.
  • Der Dieselpreis stieg sogar um 14,9 Cent, was den zweitgrößten Anstieg in diesem Zeitraum markiert.

Bereits am Mittwoch war eine Wende zu beobachten: Während der Dieselpreis nur minimal fiel, stieg der Preis für E10 leicht auf 2,063 Euro pro Liter.

Ursachen für die Preissteigerungen

Die steigenden Preise an den Zapfsäulen sind auf den Ölmarkt zurückzuführen. Die für Europa relevante Rohölsorte Brent kostet mittlerweile wieder über 100 Dollar pro Barrel (159 Liter). Nach den Höchstständen rund um Ostern waren die Preise zunächst gesunken, dieser Trend scheint jedoch nun beendet zu sein.

Aktuelle Spritpreise im Vergleich

Die Spritpreise im Wochenvergleich zeigen folgende Entwicklungen:

  • Super E10: 1,701, 1,801, 1,902, 2,002, 2,102, 2,202, 2,302, 2,40 Euro pro Liter
  • Diesel: 1,701, 1,801, 1,902, 2,002, 2,102, 2,202, 2,302, 2,40 Euro pro Liter

Diese Daten verdeutlichen die aktuelle Preisentwicklung an den Tankstellen.

Auswirkungen der Steuersenkung

Die im Mai geplante Steuersenkung soll eine Entlastung für die Autofahrer bringen. Allerdings werden die Preise an den Tankstellen nicht sofort sinken. Der Grund dafür sind die Vorräte der Tankstellenbetreiber. Obwohl der Staat die Steuer um 16,7 Cent pro Liter senkt, wird dieser Rabatt die Autofahrer nur schrittweise erreichen. Die Tankstellen verkaufen zunächst den Kraftstoff, den sie noch zum alten, höheren Steuersatz eingekauft haben. Erfahrungen aus dem Jahr 2022 zeigen, dass es mehrere Tage dauern kann, bis die Preissenkung vollständig an den Zapfsäulen ankommt.

Diese Verzögerung gilt auch am Ende des Rabattzeitraums: Steigen die Steuern wieder, bleibt der Sprit zunächst günstiger, solange die niedrig versteuerten Vorräte in den Erdtanks verfügbar sind.

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Bildquelle: Bildquelle: engin akyurt auf Unsplash

Ronny Winkler