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Kritische Ernteverluste in Deutschland: Bauernverband schlägt Alarm wegen extremer Trockenheit

Der Deutsche Bauernverband warnt vor drastischen Ernteausfällen, insbesondere bei Kartoffeln und Getreide, aufgrund anhaltender Trockenheit. Viele Landwirte stehen vor finanziellen Schwierigkeiten und fordern politische Unterstützung, um die Lage zu verbessern.

Bauern warnen vor Totalausfall: Droht Deutschland der Kartoffel-Schock?
Volker Prasuhn via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Erhebliche Ernteeinbußen durch anhaltende Trockenheit

Angesichts der andauernden Trockenheit in diesem Jahr rechnet der Deutsche Bauernverband mit gravierenden Einbußen bei der Ernte, die möglicherweise zu einem Totalausfall führen können. Bauernpräsident Joachim Rukwied stellte fest, dass die Erträge bei Getreide, insbesondere bei Weizen und Raps, unter dem gewohnten Durchschnitt liegen werden. Auch bei den Herbstkulturen, zu denen Kartoffeln, Gemüse, Zuckerrüben, Körnermais und Sojabohnen gehören, werden erhebliche Ertragseinbußen erwartet. In den südlichen Bundesländern könnte dies zu einem totalen Ertragsausfall führen.

In den nördlichen Teilen Deutschlands zeigt sich die Lage etwas optimistischer, da dort sporadisch Regen gefallen ist. Dennoch wird auch in diesen Regionen mit Erträgen gerechnet, die unter dem Mittelwert liegen. Besonders in Süddeutschland stellt der Mangel an nachwachsendem Futter ein zusätzliches Problem dar, was die Situation für viele Landwirte weiter erschwert.

Rückgang der Futterbestände und wirtschaftliche Belastungen

Die extreme Hitze und die anhaltende Trockenheit haben in zahlreichen Bundesländern, vor allem im Süden, zu einem drastischen Rückgang der Futterbestände geführt. Dies zwingt viele Landwirte dazu, ihre Tiere vorzeitig zu schlachten. Rukwied beschreibt die Belastungen für die Landwirtschaft als enorm. Viele Landwirte haben Schwierigkeiten, ihre Rechnungen für Pflanzenschutzmittel und Düngemittel zu begleichen und sehen sich gezwungen, finanzielle Unterstützung bei Banken zu suchen.

Die Nachfrage nach Liquiditäts- und Überbrückungshilfen ist gestiegen, da die wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft als äußerst angespannt gilt. Während die Kosten für Betriebsmittel hoch bleiben, sind die Preise für landwirtschaftliche Produkte niedrig.

Politische Maßnahmen gefordert

In einem Interview äußerte Rukwied dringende Forderungen an die Politik. Er plädiert für eine Erhöhung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro sowie für eine vorzeitige Auszahlung von 80 Prozent der EU-Direkthilfen an die Landwirte im Oktober. Darüber hinaus schlägt er vor, die Dieselsteuern bis mindestens Ende November deutlich zu senken, um den Landwirten kurzfristig zu helfen.

Der Präsident des Bauernverbands fordert ebenfalls die Umsetzung des Koalitionsvertrags der Bundesregierung im Agrarsektor. Er hebt die Notwendigkeit hervor, eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einzuführen, um für schwierige Jahre ein finanzielles Puffer zu schaffen. Die Landwirtschaft hat sich bereits seit längerer Zeit auf die Klimaveränderungen eingestellt, und Rukwied betont die Dringlichkeit, hitzebeständigere und robustere Sorten für den Anbau zu entwickeln.

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Quellen: Bild, tagesschau

Bildquelle: Volker Prasuhn via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS