Die Völpel GmbH wurde im Jahr 1948 gegründet und befindet sich mittlerweile in dritter Generation unter der Leitung von German Völpel.
Lebensmittelhersteller Völpel in Bayern beantragt Insolvenzschutz

Königsmoos: Insolvenz des Lebensmittelherstellers Völpel
Königsmoos (Bayern) – Der Lebensmittelproduzent Völpel, der seit 1948 auf die Verarbeitung von Lebensmitteln spezialisiert ist, sieht sich mit der Insolvenz konfrontiert. Der Traditionsbetrieb, der in der Region einen hervorragenden Ruf genießt, hat sich auf die Trocknung und Veredelung von Kräutern, Gemüse, Gewürzen, Früchten sowie Heil- und Kräutertee fokussiert. Von über 100 angebotenen Produkten sind 90 Prozent in biologischer Qualität. Die aktuelle Situation stellt die Zukunft des Unternehmens und die damit verbundenen 75 Arbeitsplätze in Frage.
Hintergründe der finanziellen Schwierigkeiten
Die Völpel GmbH wurde im Jahr 1948 gegründet und befindet sich mittlerweile in dritter Generation unter der Leitung von German Völpel. Der Betrieb zählt zu den größten Arbeitgebern in der kleinen Gemeinde Königsmoos im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Die Geschäftsführung beantragte Ende September 2026 Insolvenz beim Amtsgericht in Ingolstadt, und das Gericht ernannte Rechtsanwalt Dr. Alexander Zarzitzky von der Kanzlei Anchor zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Bereits am folgenden Tag meldete auch die Tochtergesellschaft ZiFood Trockenprodukte aus Zittau Insolvenz an.
Ursachen der Insolvenz
Dr. Alexander Zarzitzky erklärte in einer Mitteilung, dass „veränderte Markt- und Kostenbedingungen in den letzten Jahren zu einer immer schwerer werdenden Belastung geführt haben. Dazu zählen insbesondere gestiegene Energiekosten, eine anhaltende Kaufzurückhaltung im höherpreisigen Segment seit 2022 sowie witterungsbedingte Ernteausfälle.“
Die Zukunft des Unternehmens
Trotz der schwierigen Lage äußert der Sanierungsexperte Optimismus: „Die Basis des Unternehmens ist gesund. Über Jahrzehnte gewachsene direkte Verbindungen zu Landwirten, stabile Kundenbeziehungen und langlebige Anlagentechnik an beiden Standorten bieten ein gutes Fundament für die zukünftige Entwicklung.“ Derzeit wird aktiv nach einem Investor gesucht. Die Insolvenzverwaltung wird dabei von dem spezialisierten Beratungsunternehmen HCM Human Consult Management GmbH & Co. KG unterstützt. Dr. Zarzitzky bestätigt: „Es gibt bereits mehrere Interessenten. Wir hoffen, den Investorenprozess bis Anfang Dezember 2026 abschließen zu können.“
Folgen für die Mitarbeiter
Der laufende Geschäftsbetrieb soll zunächst weiterhin gewährleistet sein. „Alle Mitarbeitenden sind weiterhin an Bord, was auch für eine potenzielle Verkaufsoption wichtig ist. Die Nettoentgeltansprüche der Mitarbeiter sind für den Insolvenzgeldzeitraum bis einschließlich November 2026 durch Insolvenzgeld abgesichert“, erläutert der Sanierungsexperte. Fabio Octavio Mathias, Geschäftsführer von HCM, betont: „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit einem Investor die vorhandenen Stärken auszubauen und möglichst noch in diesem Jahr Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.“
Quellen: Bild
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








