Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Letzte Chance für Rentner: Lebensbescheinigung bis Ende September abgeben

Bis zum 25. September müssen etwa 500.000 Rentner ihre Lebensbescheinigung einreichen, um einen Stopp der Rentenzahlungen zu vermeiden. Besonders betroffen sind Rentner im Ausland, während in Deutschland lebende Rentner oft keine Nachweise erbringen müssen.

Artikel hören

Rentenstopp droht: Diese Bescheinigung muss Ende September abgegeben werden
SHVETS production auf Pexels

Rund 500.000 Rentner sind bis zum 25. September aufgefordert, ihre Lebensbescheinigung einzureichen. Ein Versäumnis in diesem Bereich könnte dazu führen, dass die Rentenzahlungen eingestellt werden.

Seit Mitte Juni erhalten viele Rentner ein wichtiges Schreiben, das gemeinsam mit der jährlichen Rentenanpassungsmitteilung verschickt wird. Dieses Dokument, das als Lebensnachweis 2026 bekannt ist, spielt für die Betroffenen eine entscheidende Rolle. Es ist wichtig, dieses Schreiben ernst zu nehmen, da andernfalls die Rentenzahlungen gefährdet sind.

Welche Rentner sind betroffen?

Die Lebensbescheinigung richtet sich in erster Linie an Rentner, die im Ausland leben und eine Rente aus Deutschland beziehen. Die Abwicklung der Lebensbescheinigung (LB) erfolgt über den Rentenservice der Deutschen Post AG. Rentner, die in Ländern wohnen, mit denen Deutschland einen Datenabgleich über Sterbedaten hat, müssen diese Bescheinigung nicht einreichen und erhalten keine entsprechenden Unterlagen.

Die Deutsche Rentenversicherung informiert, dass Rentner, die in Deutschland leben, keine Lebensnachweise vorlegen müssen. Diese Klarstellung ist wichtig, da in sozialen Netzwerken falsche Informationen verbreitet werden. Eine Ausnahme bilden jedoch Rentner, die in Deutschland wohnen und eine ausländische Bankverbindung für die Rentenzahlung nutzen. Diese müssen die Lebensbescheinigung ausfüllen, durch eine amtliche Stelle bestätigen lassen und die Formulare im Original einsenden. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Lebensnachweis digital über einen QR-Code auf dem Schreiben zu erbringen.

Wichtige Schritte zur Einreichung

Im Falle eines Verlusts des Formulars können Betroffene die Bescheinigung nachträglich herunterladen. Die Deutsche Rentenversicherung verfolgt das Ziel, Zahlungen nicht über den Tod hinaus fortzuführen. Daher sollten Empfänger alle Angaben auf der Bescheinigung überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Eine amtliche Bestätigung ist notwendig und kann bei verschiedenen offiziellen Stellen im Ausland, wie Banken oder Notariaten, eingeholt werden.

Die vollständig ausgefüllte Bescheinigung samt amtlicher Bestätigung muss in einem Rückumschlag zurückgesendet werden. Die Frist für diese Einreichung wurde bis zum 25. September 2026 verlängert, nachdem die ursprüngliche Frist auf Ende Juli 2026 festgelegt war.

Besonderheiten bei mehreren Rentenansprüchen

In einigen Fällen müssen Rentner möglicherweise mehrere Lebensbescheinigungen ausfüllen. Dies ist besonders relevant für Personen, die sowohl eine Altersrente als auch eine Hinterbliebenenrente beziehen, da unterschiedliche Postabrechnungsnummern oder Postrentennummern bestehen können.

Digitale Optionen für den Lebensnachweis

Die Frist für den Lebensnachweis 2026 wurde bis zum 25. September 2026 verlängert. Sollte bis zu diesem Datum kein Nachweis vorliegen, könnte die Rentenzahlung ab Ende November eingestellt werden. Die Vorlage der Bescheinigung kann die Zahlungen jedoch wieder aktivieren. Wenn über mehrere Monate kein Nachweis erfolgt, wird die Rentenzahlung dauerhaft eingestellt. Wichtig ist, dass die Übermittlung der Dokumente per E-Mail oder Fax nicht gestattet ist. Der Lebensnachweis kann allerdings digital erbracht werden, indem der QR-Code auf dem Schreiben mit einem Smartphone abfotografiert wird.

Automatisierte Verfahren zur Lebensbescheinigung

Die Deutsche Rentenversicherung hat festgestellt, dass immer mehr Rentner im Ausland keine Lebensbescheinigung mehr einreichen müssen. Dies ist auf den automatischen Austausch von Sterbedaten mit bestimmten Ländern zurückzuführen. Zu diesen Ländern zählen unter anderem Belgien, Dänemark, Italien und die Schweiz. Von den etwa 1,7 Millionen Renten, die ins Ausland gezahlt werden, wird bei rund 1,2 Millionen der Lebensnachweis bereits automatisch durch einen Datenabgleich erbracht. Somit bleiben rund 500.000 Rentner, die den Nachweis eigenständig erbringen müssen.

Die betroffenen Rentner erhalten aktive Anschreiben. Wer die Lebensbescheinigung zusammen mit der Rentenanpassungsmitteilung erhält, sollte dieses Schreiben ernst nehmen. In Einzelfällen ist es weiterhin möglich, Lebensbescheinigungen anzufordern, insbesondere bei sehr betagten Rentenberechtigten ab dem 95. Lebensjahr.


Quellen: chip, express

Bildquelle: SHVETS production auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS