Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Lufthansa bietet zum Streiktag Umbuchungsmöglichkeiten

Als Reaktion auf den bevorstehenden Warnstreik der Luftsicherheitskräfte richtet die Lufthansa einen Appell an ihre Kunden und warnt vor nicht möglichen Einstiegen an mehreren deutschen Flughäfen.

Flugzeuge der Lufthansa auf dem Airport in Frankfurt am Main.
Foto: Boris Roessler/dpa

Aufgrund des geplanten Warnstreiks der Luftsicherheitskräfte am Donnerstag stellt die Lufthansa ihren Kunden eine Vielzahl von Umbuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

In der App warnt das Unternehmen, dass Passagiere an den Flughäfen Frankfurt, Hamburg, Bremen, Berlin, Leipzig, Dresden und Erfurt nicht zum Flughafen kommen sollten, da ein Einstieg dort nicht möglich sei. Diese Warnung gilt auch für Kunden, deren Lufthansa-Reise mit dem Zug beginnt und die in Frankfurt ins Flugzeug steigen möchten.

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst arbeiten an den Flughäfen München und Nürnberg, daher werden diese nicht bestreikt. Kunden werden aufgefordert, ihre Flüge über die App eigenständig umzubuchen oder sich an ein Service-Center zu wenden. Passagiere, die für Donnerstag nach Frankfurt gebucht sind, können ab sofort ihre Flugscheine in ein Ticket der Deutschen Bahn umtauschen. Im Transitbereich sollten ankommende Passagiere mit längeren Warte- und Umsteigezeiten rechnen.

Auch Eurowings, die Tochtergesellschaft für Direktflüge, bittet die Passagiere, sich über ihre Flüge zu informieren und gegebenenfalls eine Umbuchung vorzunehmen. Ein angepasster Flugplan, über den die Passagiere informiert werden, soll am Nachmittag veröffentlicht werden. Ursprünglich waren 270 Flüge geplant.

Flughafenverband: Mehr als 1100 Flüge fallen aus

Wegen des geplanten Warnstreiks fallen voraussichtlich mehr als 1100 Flüge aus oder können nur verspätet stattfinden. Betroffen seien rund 200.000 Passagiere, teilte der Flughafenverband ADV weiterhin mit. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel kritisierte das Vorgehen scharf: «Die Flughäfen sind in dieser Auseinandersetzung keine Tarifpartei, werden aber erneut zum Austragungsort für den Interessenkonflikt. Der Flughafenverband ADV forderte die Gewerkschaft Verdi auf, eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen.» Die Fluggäste bräuchten Verlässlichkeit. Beisel sagte: «Fast täglich erleben wir in Deutschland mit Streikankündigungen zulasten der Mobilität und der Wirtschaft. Dem muss Einhalt geboten werden.»

dpa