Verdi benennt Bodo Ramelow als Schlichter. Friedenspflicht während Schlichtung. Erzwingungsstreiks drohen bei Scheitern.
Lufthansa-Bodenpersonal: Schlichtung startet nächste Woche

Im Tarifkonflikt des Lufthansa-Bodenpersonals soll die geplante Schlichtung nächste Woche starten. Verdi benannte den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow als Schlichter, wie sie am Montagabend in Berlin bekannt gab. Die Schlichtung soll am 25. März beginnen und spätestens am 28. März enden. Die Lufthansa muss noch einen Moderator bestimmen.
Verdi und die Fluggesellschaft haben letzte Woche vereinbart, dass sie schnell eine Schlichtung für die rund 25.000 Bodenbeschäftigten anstreben werden. Dies soll Streiks über Ostern vermeiden. Während der Schlichtung gilt eine Friedenspflicht.
«Sollte die Schlichtung jedoch kein Ergebnis bringen, dem die Beschäftigten zustimmen können, ist davon auszugehen, dass es zu Erzwingungsstreiks kommen wird», sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky. Die Urabstimmung dafür wird bereits am Dienstag eingeleitet.
Verdi fordert für das Bodenpersonal der Lufthansa bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 12,5 Prozent mehr Geld, während das Unternehmen bisher 10 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten angeboten hat. Eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro ist vergleichsweise unumstritten. Aufgrund eines von Verdi organisierten Warnstreiks fielen zuletzt Hunderte Lufthansa-Flüge in diesem Bereich aus.
Der Politiker der Linken und ehemalige Gewerkschafter Ramelow hat Erfahrung in der Lösung von Tarifkonflikten. Ramelow hat 2015 und 2017 mit dem ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) die Tarifauseinandersetzungen mit der Lokführergewerkschaft GDL bei der Bahn geschlichtet.








