Die Entscheidung der portugiesischen Regierung, der Lufthansa den Zuschlag für eine Beteiligung an der Fluggesellschaft TAP zu gewähren, wurde am Mittwoch nach einem Kabinettsbeschluss in Lissabon bekannt gegeben.
Lufthansa sichert sich Mehrheitsanteil an TAP: Strategische Expansion in Portugal

Die Entscheidung der portugiesischen Regierung, der Lufthansa den Zuschlag für eine Beteiligung an der Fluggesellschaft TAP zu gewähren, wurde am Mittwoch nach einem Kabinettsbeschluss in Lissabon bekannt gegeben. Die deutsche Airline bietet 1,2 Milliarden Euro und erwirbt damit 44,9 Prozent des Unternehmens, das während der Corona-Pandemie verstaatlicht worden war. Mit diesem Gebot setzte sich die Lufthansa gegen ihren Mitbewerber Air France-KLM durch.
Wie Ministerpräsident Luis Montenegro erklärte, überstieg das Angebot der Lufthansa das von Air France-KLM um 16 Prozent. Portugal plant, die während der Krise verstaatlichte Airline bis Juli 2025 wieder teilprivatisieren und hat im September beide Airlines um finale Gebote gebeten, wobei die Regierung Nachbesserungen anforderte.
Die Regierung in Lissabon betont, dass TAP in einen Luftfahrtkonzern eingegliedert werden müsse, da die EU-Beihilferegeln weitere staatliche Hilfen ausschließen. Für die Lufthansa ist der Zugang zu Märkten in Lateinamerika, insbesondere Brasilien, von großer Bedeutung. Darüber hinaus soll Lissabon als strategisches Drehkreuz gestärkt werden, während die nationale Identität von TAP erhalten bleiben soll, ähnlich wie bei anderen Tochtergesellschaften der Lufthansa-Gruppe.
TAP ist aufgrund ihrer Verbindungen nach Afrika und in die USA ebenfalls von Interesse. Die Lufthansa beabsichtigt, ihre Präsenz in diesen Regionen auszubauen und sieht die Übernahme von TAP als eine strategische Möglichkeit, ihre Marktposition zu festigen.
Die Entscheidung zugunsten der Lufthansa könnte weitreichende Konsequenzen für die europäische Luftfahrtbranche haben. Die Konkurrenz zwischen großen Fluggesellschaften wird sich durch diese Entwicklung weiter verschärfen, insbesondere bei der Erschließung neuer Märkte und der Stärkung bestehender Routen.
Quellen: n-tv, Handelsblatt
Bildquelle: Siyuan He via Wikimedia Commons (Public domain)
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