Lufthansa-Flugbegleiter streiken, was zu massiven Flugausfällen an mehreren deutschen Flughäfen führt. Hunderte Abflüge, insbesondere in Frankfurt, Düsseldorf und Köln, sind betroffen. Passagiere sollten sich über ihre Flugstatus informieren und ihre Rechte im Falle von Stornierungen kennen.
Lufthansa-Streik zum Osterferienende: Flüge und Flughäfen im Fokus

Seit Mitternacht haben die etwa 20.000 Flugbegleiter der Lufthansa ihre Arbeit niedergelegt. Dieser Streik wurde von der Kabinengewerkschaft Ufo initiiert, um in mehrere festgefahrene Tarifkonflikte sowohl bei der Lufthansa-Hauptgesellschaft als auch bei der Regionaltochter Lufthansa Cityline Bewegung zu bringen.
Die Folgen sind erheblich: Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden von rund 350 geplanten Abflügen etwa 75 Prozent gestrichen, wie die aktuellen Informationen des Flughafens zeigen. Bis 22 Uhr sind Hunderte von Flügen betroffen.
Betroffene Flughäfen und Flüge während des Streiks
Auch an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn kommt es am Freitag zu zahlreichen Ausfällen von Inlandsflügen. Am Düsseldorfer Flughafen wurden laut Angaben der Flughafenwebsite jeweils 13 Abflüge und Ankünfte gestrichen – darunter acht Flüge nach und aus München sowie fünf Flüge nach und aus Frankfurt. In Köln/Bonn fallen nach Informationen der Flughafenwebsite jeweils drei Verbindungen von und nach München aus.
Die Situation am Flughafen Hamburg ist ebenfalls angespannt: Im Laufe des Tages werden insgesamt 13 Starts und Landungen von und nach Frankfurt sowie zehn von und nach München annulliert, wie die Online-Auskunft des Hamburger Flughafens zeigt.
Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter hat auch Auswirkungen auf die Flughäfen in Hannover und Bremen. In Hannover fallen jeweils neun Starts und Landungen von und nach Frankfurt und München aus, während in Bremen jeweils zehn Flüge in diese Städte gestrichen werden.
Rückflüge aus dem Ausland betroffen?
Offiziell werden nur die Starts in Deutschland bestreikt. Allerdings könnte dies auch Auswirkungen auf Rückflüge von ausländischen Zielen haben, da die Maschinen an diesen Standorten fehlen. Daher ist zu erwarten, dass zahlreiche Rückflüge von Reisenden, die über die Osterferien im Ausland sind, ebenfalls ausfallen.
Die Flughäfen empfehlen, sich direkt bei Lufthansa über den Status des eigenen Fluges zu informieren. Auch Lufthansa selbst rät den Passagieren, sich umfassend über ihre Flüge zu erkundigen.
Rechte der Passagiere bei Flugausfällen
Wenn Flüge aufgrund eines Streiks ausfallen, sind die Passagiere, deren Flüge betroffen sind, oft am stärksten betroffen. Fragen wie „Wie komme ich jetzt nach Hause?“ oder „Was passiert mit meinem Ticket?“ stellen sich viele Reisende in dieser Situation.
Wie sich Betroffene verhalten sollten, welche Rechte sie im Falle eines Streiks haben und wie sie am besten ihr Geld zurückbekommen können, haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst. Zudem wird erläutert, was bei einem Flugausfall im Rahmen einer Pauschalreise zu beachten ist.
Dem aktuellen Streik waren ein Warnstreik und eine Urabstimmung vorausgegangen, die eine hohe Zustimmung der Beschäftigten für einen Arbeitskampf ergab. In diesem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa sowie um die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln, was etwa 800 Existenzen betrifft.
Bildquelle: MarcelX42 via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








