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Amazon plant Milliardeninvestition in OpenAI

Milliarden-Investition könnte OpenAI zum Milliardenunternehmen machen und Amazon den Zugang zu KI-Modellen erleichtern.

Mit ChatGPT von OpenAI begann der aktuelle Hype rund um Künstliche Intelligenz. (Archivbild)
Foto: Richard Drew/AP/dpa

Laut Medienberichten verhandelt Amazon über eine Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar (42 Milliarden Euro) in den Entwickler von ChatGPT, OpenAI. Bloomberg berichtete, dass OpenAI möglicherweise auch Rechenleistung von Amazon beziehen wird. Es wurde erwähnt, dass der weltgrößte Online-Händler möglicherweise auf KI-Modelle von OpenAI zurückgreifen könnte.

Dem «Wall Street Journal» zufolge soll OpenAI in der laufenden Finanzierungsrunde insgesamt mit 830 Milliarden Dollar bewertet werden. Falls sich Amazon tatsächlich zu einer Geldspritze von 50 Milliarden Dollar bereiterklären sollte, würde der Konzern allein rund die Hälfte der 100 Milliarden Dollar beisteuern, die dabei eingesammelt werden sollen. Amazon ist auch ein bedeutender Investor beim OpenAI-Rivalen Anthropic, der eine ChatGPT-Alternative mit dem Namen Claude vermarktet.

Laut CNBC könnte die Investition in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Amazon plant, stärker auf Künstliche Intelligenz zu setzen und plant, in zwei Phasen 30.000 Arbeitsplätze in der Verwaltung abzubauen. Der Konzern ist auch ein führender Anbieter von Cloud-Diensten über AWS.

Gewaltige Investitionen

Mit der Einführung von ChatGPT Ende 2022 begann der derzeitige Aufschwung im Bereich Künstliche Intelligenz. Laut OpenAI hat ChatGPT derzeit über 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Derzeit investieren OpenAI, Anthropic sowie Technologie-Riesen wie Google oder der Facebook-Konzern Meta insgesamt hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Skeptiker haben seit Monaten Zweifel daran, ob diese enormen Investitionen sich lohnen werden. Trotzdem investiert die Industrie weiterhin Milliarden in den Ausbau der KI. Nvidia und andere Chiphersteller beteiligen sich an sogenannten zirkulären Deals, bei denen Entwicklerfirmen Halbleiter-Technologie von Spezialisten für KI-Chips kaufen.

Das «Wall Street Journal» berichtete unterdessen auch, OpenAI habe die Planungen für einen Börsengang beschleunigt und peile nun eine Aktienplatzierung für das vierte Quartal an. Derzeit liefen Gespräche mit Wall-Street-Banken, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

dpa