Mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen sich viele Branchen, auch Medien. Medienregulierer warnen vor Risiken für Kinder.
Medienwächter warnen vor Risiken für Kinder durch KI

Deutsche Medienregulierer äußern Bedenken hinsichtlich der Gefahren für Kinder durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) in den Landesmedienanstalten hat der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mitgeteilt, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um Minderjährige zu schützen. Sie stützt sich dabei auf ein eigens in Auftrag gegebenes Gutachten beim Institut für Europäisches Medienrecht (EMR).
Laut der KJM besteht die aktuelle Gefahr, dass KI-generierte Inhalte, Bilder oder Videos dazu führen könnten, dass Minderjährige desorientiert werden und die Gesellschaft polarisiert wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass diese Risiken durch Gesetzesänderungen rechtzeitig angegangen werden. Es ist auch erforderlich, dass KI-Anbieter Verantwortung übernehmen.
KJM: Gefährdungslage richtig einordnen
Im Gutachten heißt es im Ausblick unter anderem: «Ein wirksamer Kinder- und Jugendmedienschutz kann in digitalen Kontexten einschließlich der Herausforderungen durch KI nur gewährleistet werden, wenn man die Gefährdungslage für die Entwicklung Minderjähriger erkennt und richtig einordnet.» Dafür bedürfe es genauerer Kenntnisse über die Auswirkungen des Einsatzes digitaler Technologien auf die verschiedenen Dimensionen des rechtlich gebotenen Schutzes.
KI wird normalerweise verwendet, um Anwendungen zu beschreiben, die auf maschinellem Lernen basieren. In diesen Anwendungen durchsucht eine Software Datenmengen nach Übereinstimmungen und zieht daraus Schlussfolgerungen.
Laut eigenen Angaben ist die KJM die zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten Rundfunk und im Internet. Sie überwacht die Einhaltung der politisch festgelegten Jugendschutzbestimmungen.








